Große Fragen bei Träger-GmbH

Tuttle-Abberufung und Berlinale-Kurs: Aufsichtsrat berät Krisenthema

Tuttle-Abberufung und Berlinale-Kurs: Aufsichtsrat berät Krisenthema
Foto: Berlinale Palast (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Unerwartete Wendung bei der Berlinale: Medienberichte über eine mögliche Abberufung von Berlinale-Chefin Tricia Tuttle sorgen für Aufsehen. Die Bundesregierung hält sich bedeckt, bestätigt aber eine dringende Aufsichtsratssitzung, die über die Zukunft der Filmfestspiele entscheiden soll. Antisemitismus-Vorfälle als möglicher Auslöser.

Krisensitzung in Berlin

Noch ist nichts offiziell bestätigt, doch die Gerüchteküche brodelt: Die Chefin der Berlinale, die US-Amerikanerin Tricia Tuttle, soll laut Medienberichten vor dem Aus stehen. Gründe hierfür seien die jüngsten Antisemitismus-Vorfälle, die das Filmfestival überschattet hatten.

Die Bundesregierung nimmt zu den Spekulationen um eine Abberufung zwar keine Stellung. Stellvertretender Regierungssprecher Steffen Meyer wich am Mittwoch Fragen dazu aus und verwies auf laufende Prozesse.

„Zukünftige Ausrichtung“ im Fokus

Meyer bestätigte jedoch die Einberufung einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats der Berlinale-Träger-GmbH. Diese soll bereits am Donnerstagvormittag stattfinden. Im Mittelpunkt der Beratungen stehe die „zukünftige Ausrichtung der Berlinale“. Ob die Personalie Tuttle dabei im Vordergrund steht oder nicht, bleibt vorerst unklar.

Die „Bild“ hatte zuerst über die angespannte Situation rund um die Festivaldirektorin berichtet und die potenzielle Ablösung als Reaktion auf die Vorfälle während der diesjährigen Berlinale dargestellt. Eine offizielle Bestätigung dieser Darstellung gab es von staatlicher Seite bislang nicht.