Diplomatie statt Militärschlag
Die Entscheidung Trumps, einen geplanten Militärschlag gegen den Iran zu stoppen, kommt überraschend. Offiziell begründet wurde die Kehrtwende mit Bitten von wichtigen Verbündeten aus dem Nahen Osten.
Der Emir von Katar, der Kronprinz von Saudi-Arabien und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate sollen sich persönlich an Trump gewandt und ihn gebeten haben, den Angriff zu verschieben. Ihre Vermittlungsbemühungen zielen auf „ernsthafte Verhandlungen“, so Trump am Montag. Er betonte, dass diese Verhandlungen seiner Einschätzung nach bereits auf ein für die USA und die gesamte Region „sehr akzeptables“ Abkommen zusteuern.
Ein zentraler Punkt dieses angestrebten Deals sei demnach, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln darf. Trump sprach von seinem „Respekt“ für die genannten Staatschefs, die ihn zu dieser kurzfristigen Kursänderung bewogen hätten. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und den Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, General Daniel Caine, angewiesen, den Angriff vorerst nicht durchzuführen.
Gleichzeitig sei aber auch das US-Militär angewiesen worden, sich auf einen „umfassenden Angriff“ vorzubereiten. Dies sei für den Fall, dass kein „akzeptables Abkommen“ zustande kommt, eine notwendige Vorsichtsmaßnahme.


