Bundesweite Ausweitung der Arbeitsniederlegungen

Verdi verstärkt Druck: Telekom und Postbank im Warnstreik

Verdi verstärkt Druck: Telekom und Postbank im Warnstreik

Streik-Hinweis an einer Postbank-Filiale (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi weitet ihre Warnstreiks bei der Deutschen Telekom bundesweit aus. Von Dienstag bis Donnerstag sind Beschäftigte zum Arbeitskampf aufgerufen, um den Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen. Auch bei der Postbank sollen die Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Telekom: Streiks bis Donnerstag

Mehr als 32.000 Beschäftigte hatten sich in den vergangenen Wochen bereits an den Streiks bei der Telekom beteiligt. Nun legt Verdi nach: An acht Orten, darunter Hannover, Frankfurt und Berlin, sind Kundgebungen geplant. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ein jährlicher Mitgliederbonus von 660 Euro sowie höhere Ausbildungsvergütungen sind weitere Kernforderungen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Ende Mai angesetzt.

Postbank: Reallohneinbußen kritisiert

Auch die Verhandlungen für die rund 9.000 Mitarbeiter der Postbank stocken. Verdi spricht von einem unzureichenden Angebot der Arbeitgeberseite, das Gehaltserhöhungen erst ab 2026 vorsieht. Jan Duscheck, Verhandlungsführer von Verdi, kritisiert, dass die Mitarbeiter trotz Rekordgewinnen der Bank Reallohneinbußen hinnehmen müssten. Eine Erhöhung um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, sowie mehr Geld für Azubis fordert die Gewerkschaft. Auch die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten angesichts der Integration in die Deutsche Bank sind zentrale Themen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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