Blockade der Hormus-Straße jetzt Realität
Washington setzt ein deutliches Signal: Die US-Marine hat die von Donald Trump angeordnete Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu Beginn dieser Woche umgesetzt. Dies markiert eine Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran.
US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Montag scharf gegen die iranische Seemacht. Er behauptete, die Marine des Irans sei „weitgehend zerstört“ und bezifferte die Zahl der gesunkenen Schiffe auf 158. Lediglich eine geringe Anzahl von Schnellbooten sei verschont geblieben, da sie keine ernsthafte Bedrohung darstellten.
Doch gerade diese verbliebenen Boote stehen nun unter scharfer Beobachtung. Trump kündigte unmissverständlich an, dass jedes Schnellboot, das sich der US-Blockade nähere, umgehend „eliminiert“ werde. Dieses Vorgehen werde mit der gleichen Härte wie gegen mutmaßliche Drogenschmuggler auf See erfolgen – „schnell und brutal“, so der US-Präsident.
Zugang zu Irans Häfen eingeschränkt
Die Blockade, die am Montagnachmittag deutscher Zeit wirksam wurde, betrifft laut der britischen „United Kingdom Maritime Trade Operations“ (UKMTO) den Zugang zu iranischen Häfen und Küstengebieten. Dies schließt die Gewässer des Persischen Golfs, des Golfs von Oman und des Arabischen Meeres östlich der Straße von Hormus ein.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) präzisierte, dass die Maßnahmen alle Schiffe betreffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen. Gleichzeitig wurde betont, dass die „Freiheit der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu und von nicht-iranischen Häfen“ unbeeinträchtigt bleiben soll.
Die Einschränkungen gelten für Schiffe aller Flaggen, die Verbindungen zu iranischen Häfen, Öltankern oder Küsteneinrichtungen aufweisen. Neutralen Schiffen, die sich bereits in iranischen Häfen befinden, wurde eine Übergangsfrist zum Verlassen eingeräumt. Weitere Details zu den Beschränkungen seien noch in Entwicklung.
Die US-Blockade ist eine Reaktion auf die frühere Blockade der Straße von Hormus durch den Iran, die nach eigenen Angaben als Vergeltung für einen US-israelischen Angriff erfolgte. Trump hatte die erneute Öffnung der Seeregio vergeblich gefordert. Nach dem Scheitern direkter Gespräche am Wochenende kündigte er die eigene Blockade an.


