Gewinne schmelzen
Der deutsche Leitindex Dax hat zum Wochenstart leichte Verluste verbucht. Bei Xetra-Handelsschluss lag der Index bei 23.742 Punkten und damit 0,3 Prozent im Minus zum Vortag.
Telekom-Aktie unter Verkaufsdruck
Besonders stark unter Druck standen die Aktien der Deutschen Telekom. Die US-Bank JP Morgan hatte zuletzt das Kursziel für die Papiere des Bonner Telekommunikationsunternehmens gesenkt. Trotz einer beibehaltenen Einstufung als „Overweight“ äußerte sich die Bank zur US-Geschäftsentwicklung der Telekom zuletzt pessimistisch.
Wall Street erholt sich, Nahost-Konflikt bleibt Thema
Nach anfänglichen Verlusten konnten sich die Märkte an der Wall Street am Nachmittag erholen, was auch dem Dax Auftrieb gab. Die Lage im Iran und in der Straße von Hormus bleibt jedoch angespannt. Eine Waffenruhe könnte bei einer Eskalation der angekündigten Seeblockade durch die USA schnell bröckeln, so Marktanalysten.
Berichtssaison und geopolitische Risiken
Investoren haben neben den geopolitischen Entwicklungen auch die nun gestartete Berichtssaison im Blick, die mit den Zahlen von Goldman Sachs begann. Die erhöhten Rohölpreise und eine allgemeine Investitionszurückhaltung von Unternehmen, insbesondere bei Finanzierungen und Übernahmen, sind sichtbare Folgen des Nahost-Konflikts.
Bankenwerte leiden
Die schlechten Nachrichten aus dem Nahen Osten schlugen sich auch in den Bilanzen wider. Banken und Versicherungswerte im Dax waren nach den Zahlen von Goldman Sachs mit auf der Verliererseite. Die Ergebnisse der Finanzinstitute gelten als wichtiger Indikator für den Zustand der US-Wirtschaft.
Energiepreise als Haupttreiber
Die Energiepreise bleiben laut Experten ein entscheidender Faktor für den Dax. Die hohe Abhängigkeit der deutschen Industrie von Erdöl werde sich in den Bilanzen niederschlagen. Angekündigte Warnstreiks bei der Lufthansa verschärfen die negativen Aussichten zusätzlich.
Euro legt zu, Gold gibt nach, Öl steigt kräftig
Die europäische Gemeinschaftswährung baute am Montagnachmittag ihre Gewinne aus und kostete 1,1710 US-Dollar. Der Goldpreis zeigte sich schwächer und sank auf 4.712 US-Dollar je Feinunze. Deutlich im Plus zeigte sich dagegen der Ölpreis: Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 7,0 Prozent auf 101,90 US-Dollar.


