Wirtschaft atmet auf – Gründergeist pulsiert
Das erste Quartal 2026 hätte für Deutschlands Gründerlandschaft kaum besser laufen können. Laut Destatis wurden rund 37.500 Betriebe mit erkennbarer wirtschaftlicher Tragweite neu ins Leben gerufen. Das ist ein Zuwachs von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig bröckelt die Zahl der vollständigen Aufgaben größerer Betriebe. Mit einem Rückgang von 5,7 Prozent endeten nur noch rund 28.400 Unternehmen vollständig. Ein Zeichen für mehr Stabilität?
Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen kletterte sogar um 9,3 Prozent auf stolze 225.300. Darunter fallen nicht nur reine Neugründungen, sondern auch Übernahmen und Umwandlungen.
Weniger Abmeldungen, mehr Dynamik
Auch bei den Abmeldungen von Gewerbebetrieben zeigt sich ein Trend zur Entspannung. Die Gesamtzahl der Gewerbeaufgaben sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent auf rund 139.400. Die Zahl der Gewerbeabmeldungen gab um 4,3 Prozent nach.
Diese Entwicklungen deuten auf eine lebendige, sich gleichzeitig aber auch konsolidierende Wirtschaft hin. Die Gründungswelle scheint ungebrochen, während gleichzeitig bestehende Unternehmen ihre Kräfte bündeln oder übergeben, statt komplett aufzugeben.

