Wann läuft „Nachtschicht – Der Unfall“ heute?
Das ZDF zeigt „Nachtschicht – Der Unfall“ am heutigen Montag, 3. August 2026, um 20.15 Uhr. Der Krimi endet planmäßig um 21.45 Uhr. Anschließend folgt das „heute journal“.
Der Film steht bereits seit dem 25. Juli 2026 im Streamingangebot des ZDF zur Verfügung. Nach den vorliegenden Programminformationen bleibt er dort bis zum 24. Juli 2027 abrufbar.
Es handelt sich heute um eine Wiederholung. Die Erstausstrahlung erfolgte am 31. März 2025.
Darum geht es in „Der Unfall“
Joon Rostami hält sich ohne gültige Aufenthaltserlaubnis in Deutschland auf. Die Bundespolizei soll ihn abschieben. Doch Joon widersetzt sich der Maßnahme.
Im anschließenden Handgemenge nimmt er dem Polizisten Roland Orbach die Dienstwaffe ab. Die Situation droht zu eskalieren. Erst als Hauptkommissar Erichsen eintrifft, beruhigt sich Joon und beginnt, die Waffe sinken zu lassen.
Die junge Polizistin Mona Nowak deutet seine Bewegung jedoch anders. Sie glaubt, Joon wolle schießen, und feuert. Der Mann stirbt vor den Augen der Einsatzkräfte.
Damit beginnt eine Ermittlung, bei der nicht nur die letzten Sekunden vor dem Schuss entscheidend werden. Das Team muss rekonstruieren, wie es zu dem Handgemenge kam und ob die Darstellung der beteiligten Polizeikräfte stimmt.
War der tödliche Schuss wirklich Notwehr?
Zunächst beruft sich Mona auf Notwehr. Aus ihrer Sicht hielt Joon eine Waffe und stellte eine unmittelbare Gefahr dar.
Doch die Ermittlungen bringen Zweifel an dieser Version hervor. Pressebilder sollen zeigen, dass Joon die Waffe bereits ablegen wollte, bevor der Schuss fiel.
Auch die Gerichtsmedizinerin findet Hinweise, die nicht zum ersten Ablauf passen. Joon weist schwere frische Verletzungen auf. Dadurch rückt die Frage in den Mittelpunkt, was vor dem Griff zur Waffe geschehen ist.
Der Film erzählt den Fall nicht als einfache Gegenüberstellung von Täter und Opfer. Im Zentrum steht die schwierige Rekonstruktion weniger Sekunden, in denen Wahrnehmung, Angst, Überforderung und mögliche Gewalt ineinandergreifen.
Hinweise auf Polizeigewalt belasten Orbach
Im Laufe der Befragungen verdichten sich die Hinweise darauf, dass Roland Orbach gegenüber Joon Rostami Gewalt ausgeübt haben könnte.
Ein Zeuge will den Vorfall gefilmt haben. Doch plötzlich ist der Mann verschwunden. Die Ermittler befürchten, dass Orbach oder Personen aus seinem Umfeld versucht haben könnten, belastendes Material zu beseitigen.
Ob tatsächlich eine gezielte Vertuschung stattfindet, müssen Erichsen und sein Team klären. Gleichzeitig steht Mona Nowak unter wachsendem Druck, weil die Beweislage ihre Darstellung infrage stellt.
Die Schützin war übermüdet und verkatert
Mona räumt im Verlauf der Ermittlungen ein, während des Einsatzes übermüdet und verkatert gewesen zu sein.
Diese Aussage verändert die Bewertung der Situation zusätzlich. Sie wirft die Frage auf, ob ihre Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt waren.
Der Film behandelt dabei nicht nur die juristische Frage, ob Notwehr vorlag. Er zeigt auch, wie persönliche Belastung, Dienstfähigkeit und Fehler innerhalb polizeilicher Strukturen miteinander zusammenhängen können.
Eine abschließende Bewertung ergibt sich erst aus dem Verlauf des Films. Wer den Krimi ohne Vorwissen sehen möchte, sollte deshalb weitere Handlungsdetails meiden.
Joon wollte seine schwangere Frau überraschen
Während der Ermittlungen wird deutlich, dass Joon Rostami nicht allein nach Deutschland zurückgekehrt war.
Eine Reinigungskraft berichtet, er habe seine schwangere Frau Hasty überraschen wollen. Sie arbeitet am Hamburger Flughafen für Mario Trudda, der eine illegale Putzkolonne betreibt.
Damit führt die Suche nach Joons Familie in ein Milieu aus illegaler Beschäftigung, wirtschaftlicher Abhängigkeit und unsicheren Aufenthaltsverhältnissen.
Die Ermittler müssen herausfinden, wo Hasty ist und welche Menschen von Joons Rückkehr wussten. Seine persönliche Geschichte wird dadurch zu einem wichtigen Teil des Falls.
Ein Krimi über Gewalt, Verantwortung und widersprüchliche Wahrnehmungen
„Nachtschicht – Der Unfall“ behandelt mehrere gesellschaftlich und politisch sensible Themen.
Im Mittelpunkt stehen:
- ein tödlicher Polizeieinsatz
- der Verdacht auf Polizeigewalt
- eine mögliche Vertuschung
- Abschiebung und illegaler Aufenthalt
- ausbeuterische Beschäftigung
- die Frage nach individueller und institutioneller Verantwortung
Der Film zeigt, wie schwierig es sein kann, einen dynamischen Einsatz im Nachhinein zu rekonstruieren. Zeugenaussagen, Bilder und medizinische Befunde ergeben nicht sofort ein eindeutiges Gesamtbild.
Gleichzeitig macht die Handlung deutlich, dass die offizielle Darstellung eines Einsatzes überprüft werden muss, sobald neue Beweise auftauchen.
Armin Rohde ermittelt als Erichsen
Armin Rohde spielt erneut Hauptkommissar Erichsen. Die Figur gehört seit dem Beginn der Reihe zum Kern des Hamburger Ermittlerteams.
Erichsen versucht in „Der Unfall“, die angespannte Situation zunächst ohne weitere Gewalt zu beenden. Nach Joons Tod muss er zugleich klären, ob die beteiligten Polizeikräfte die Wahrheit sagen.
An seiner Seite ermitteln Tülay Yildirim, Ömer Kaplan und Mimi Hu. Das Team arbeitet nicht nur an einem möglichen Tötungsdelikt, sondern gerät in einen Konflikt mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Polizeiapparat.
Diese Schauspieler sind dabei
Die wichtigsten Rollen in „Nachtschicht – Der Unfall“:
- Erichsen: Armin Rohde
- Tülay Yildirim: Idil Üner
- Ömer Kaplan: Özgür Karadeniz
- Mimi Hu: Minh-Khai Phan-Thi
- Hasty Rostami: Sogol Faghani
- Mona Nowak: Rocío Luz
- Roland Orbach: Maximilian Brückner
- Astrid Kühne: Nadeshda Brennicke
- Theo Klein: Gustav Peter Wöhler
- POM Walter: Albrecht Ganskopf
- Jalil: Aziz Dyab
- Joon Rostami: Altamasch Noor
- Mario Trudda: Marcel Heuperman
- Bas Petros: Selam Tadese
- Akram Luqman: Nazmi Kirik
- Dora Diarra: Maryam Abu Khaled
Lars Becker verantwortet Buch und Regie
Lars Becker schrieb das Drehbuch und führte Regie. Die „Nachtschicht“-Reihe ist eng mit seinem Namen verbunden.
Die Kamera übernahm Alexander Sachs. Für den Schnitt war Sanjeev Hathiramani verantwortlich. Die Musik stammt von Stefan Wulff und Hinrich Dageför.
Becker verbindet in seinen Krimis häufig klassische Ermittlungen mit gesellschaftlichen Konflikten und Figuren aus unterschiedlichen sozialen Milieus. Auch „Der Unfall“ setzt weniger auf ein gewöhnliches Täterrätsel als auf die Frage, wie Wahrheit innerhalb eines belasteten Systems rekonstruiert werden kann.





