Wiese kritisiert Pläne als autoritären Umbau

SPD warnt vor AfD-Regierung: „Abschaffung der Demokratie“

Archivbild: SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese sieht eine ernste Gefahr für die deutsche Demokratie durch die AfD. Im Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe kritisierte er, dass die Partei nicht auf einen normalen Regierungswechsel abzielt, sondern auf einen autoritären Staat. Insbesondere die Pläne zum Austausch von Beamten in Sachsen-Anhalt seien ein Angriff auf zentrale Freiheitsrechte.

„Kein Protest, sondern Unterstützung bei der Abschaffung der Demokratie“

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese hat deutliche Warnungen vor einer möglichen AfD-Regierung ausgesprochen. Seine Einschätzung sei klar: „AfD zu wählen ist kein Protest, sondern Unterstützung bei der Abschaffung der Demokratie.“ Er führte weiter aus, dass die Partei nicht auf einen „normalen Regierungswechsel“ abziele, sondern auf die Errichtung eines „autoritären Staates“.

Behördenumbau als Kampfansage an Freiheiten

Die aktuellen Umfragewerte der AfD machen diese Warnung umso dringlicher. Insbesondere mit Blick auf die kommende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die Partei stärkste Kraft werden könnte, äußert Wiese Sorge. Die AfD hat angekündigt, im Falle einer Regierungsübernahme zahlreiche Beamte austauschen zu wollen. Wiese sieht darin eine direkte Attacke: „Mit dem geplanten Umbau von Behörden sagt die AfD zentralen Bereichen unserer freien Gesellschaft den Kampf an – von Presse- und Meinungsfreiheit über Kultur und Ehrenamt bis hin zu jüdischem Leben.“

Blick auf Ungarn und Polen als mahnendes Beispiel

Der Sozialdemokrat zog Parallelen zu Entwicklungen in anderen europäischen Ländern. „Wir haben doch in Ungarn oder Polen erlebt, wie rechtspopulistische und antidemokratische Kräfte vorgehen, wenn sie einmal an der Macht sind“, sagte Wiese und betonte die Notwendigkeit, die demokratischen Institutionen zu schützen. Jeder Einzelne müsse sich seiner Verantwortung bewusst sein, die Garanten unserer freien Gesellschaft „vor ihren Feinden von innen und außen zu schützen“.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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