Selbstkritik nach Koalitionskrach

SPD-Chefin Bas: „Wir müssen uns alle mehr am Riemen reißen“

SPD-Chefin Bas: „Wir müssen uns alle mehr am Riemen reißen“

SPD-Bundeschefin Bärbel Bas bei einer Pressekonferenz.

Die SPD-Chefin Bärbel Bas hat angesichts der jüngsten Spannungen in der Bundesregierung zurunitàt aufgerufen. Sie räumt inhaltliche Differenzen, aber auch externe Krisen als Ursachen für die Auseinandersetzungen ein. Bas betont die Notwendigkeit, die Koalition zu erhalten, um ein Erstarken der AfD zu verhindern.

Streit in der Koalition

Die Wortmeldung von SPD-Chefin Bärbel Bas kommt nach Wochen intensiver Auseinandersetzungen innerhalb der Bundesregierung. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ räumte sie ein: „In den vergangenen Wochen hat es ordentlich geruckelt.“ Eine klare Ansage folgte: „Wir müssen uns alle mehr am Riemen reißen.“

Krisen und Reformen als Zündstoff

Als Gründe für die angespannte Lage nannte Bas die weltweite Krisenlage und die Komplexität anstehender Reformen. Doch auch inhaltliche Differenzen zwischen den Koalitionsparteien seien offensichtlich. „Klar streiten wir auch darüber. Zum Teil auch öffentlich“, sagte Bas und betonte, dass dies nicht zielführend sei und beide Parteien schwäche.

Reaktion auf CDU-Kritik

Bas verteidigte ihre Rede zum 1. Mai scharf gegen Kritik aus der Union. Sie habe nicht die Union als „menschenverachtend“ oder „zynisch“ bezeichnet, sondern eine von ihr kritisierte politische Erzählung. Diese besage, dass Menschen zu wenig arbeiten und die Wirtschaft nur durch Mehrarbeit wachsen könne. Dagegen wehre sie sich, da sie Wut bei denjenigen schüre, die trotz harter Arbeit wenig im Portemonnaie hätten.

Zusammenhalt gegen die AfD

Ein Scheitern der Koalition schloss Bas entschieden aus. Sie kündigte an, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um dies zu verhindern, da ein Scheitern nur der AfD nützen würde. „Ich möchte dieses Land aber nicht den Feinden der Demokratie überlassen“, so Bas. Sie sei überzeugt, dass die Regierung besser sei als ihr Ruf.

Ein Bier mit dem Kanzler?

Erinnerungen an eine frühere Meinungsverschiedenheit mit Kanzler Friedrich Merz (CDU), die bei einem gemeinsamen Bier beigelegt wurde, kamen auf. Bas zeigte sich offen für eine Wiederholung einer solchen ungezwungenen Begegnung. Ein „gutes Pils aus Duisburg“ wäre dabei ihr Favorit.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .