Trotz schlechter Umfragewerte: Parteispitze will Regierungskurs fortsetzen

SPD bekennt sich zur Koalition: „Freuen uns auf die drei Jahre“

SPD bekennt sich zur Koalition: „Freuen uns auf die drei Jahre“

Matthias Miersch und Lars Klingbeil (nicht im Bild) betonten den Willen zur Fortsetzung der Koalition. Die Aufnahme zeigt eine ähnliche Situation am 05.05.2026, via dts Nachrichtenagentur

Ein Jahr nach dem Start der Ampel-Koalition signalisiert die SPD Geschlossenheit. Fraktionschef Matthias Miersch und Parteichef Lars Klingbeil bekräftigten den Willen zur Fortsetzung der Zusammenarbeit. Man sehe Fortschritte und wolle die Regierung erfolgreich zu Ende führen, auch wenn Kompromisse täglich nötig seien und das Vertrauen in die Politik sinke. Der Fokus liege nun auf Reformen.

Glauben an den gemeinsamen Weg

Die SPD will die Koalition mit Grünen und FDP fortsetzen. Nach einem Jahr im Amt blickt die Partei optimistisch auf die kommenden drei Regierungsjahre. „Wir freuen uns auf die kommenden drei Jahre und gehen auch sehr selbstbewusst in diese drei Jahre hinein“, sagte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch am Dienstag vor der Fraktionssitzung im Bundestag. Er räumte ein, dass die Arbeit nicht immer einfach sei, betonte aber, dass „langsam auch Dinge vor Ort entstehen“.

Klingbeil: Kompromisse für Erfolg

Parteichef Lars Klingbeil unterstrich die Entschlossenheit, den eingeschlagenen Weg gemeinsam zu bestreiten. „An diesem Weg, den wir gemeinsam gehen wollen, hat sich auch nichts geändert“, erklärte er. Das Ziel sei eine erfolgreiche Koalition, wofür tägliche Kompromisse unerlässlich seien. Klingbeil sprach auch das gesunkene Vertrauen in die Politik an und nannte Reformen als Schlüssel, um diesem entgegenzuwirken.

Schlechte Umfragewerte

Diese Bekundung aus der SPD kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung in den Umfragen historisch schlechte Werte verzeichnet. Eine Neuwahl würde laut aktuellen Hochrechnungen weder Union noch SPD alleine eine ausreichende Mehrheit sichern. Die Äußerungen der Parteiführung deuten darauf hin, dass man trotz des Gegenwinds an der Fortsetzung der Regierungsarbeit festhalten will.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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