Strandungsfall in Ostsee sorgt für Kritik

Buckelwal tot: Experten zweifeln an Rettungserfolg

Buckelwal tot: Experten zweifeln an Rettungserfolg

Ein Buckelwal (Archivbild), via dts Nachrichtenagentur

Experten des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund äußern ernste Zweifel am Überleben eines mehrfach in der Ostsee gestrandeten Buckelwals. Trotz privater Rettungsversuche wird eine hohe Wahrscheinlichkeit des Todes angenommen. Die Wissenschaftler fordern nun detaillierte Nachweise zur Überprüfung der Rettungsmission, um zukünftig besser agieren zu können.

Letzte Sichtung vor über einer Woche

Die größte Hoffnung schwindet: Experten des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund gehen davon aus, dass der in der Ostsee mehrfach gestrandete Buckelwal wohl nicht mehr lebt. Der Zustand des Tieres war nach Angaben der Wissenschaftler extrem geschwächt. Eine letzte nachweisbare Sichtung im offenen Meer gab es am 2. Mai per Drohne. Danach fehlten verifizierbare Informationen.

Forderung nach wissenschaftlichen Beweisen

Das Museum pocht nun auf Nachweise für den Erfolg der privaten Rettungsmission. Das genaue Modell des Trackers, Ort und Befestigungsart mit Fotonachweis, Rohdaten sowie Live-Übertragungszugriff seien essenziell. Solche wissenschaftlichen Informationen seien für den Umgang mit zukünftigen Lebendstrandungen von Großwalen von enormer Bedeutung. Diese Daten seien nicht nur von großem wissenschaftlichem und öffentlichem Interesse, sondern sollten im Eigeninteresse der privaten Initiative liegen, schreiben die Wissenschaftler.

Schweinswale stärker bedroht

Buckelwale verirren sich zwar selten in die Ostsee, doch die Bedrohung für Meeressäuger ist real. Jährlich werden dutzende Schweinswale tot an den Küsten gefunden, Studien sprechen von hunderten Todesfällen jährlich in der westlichen Ostsee. Stellnetze gelten hier als größte Gefahr – fast unsichtbar für die Tiere, führen sie oft zum Ertrinken. Die Populationen der Schweinswale in der Ostsee sind stark rückläufig und teilweise vom Aussterben bedroht.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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