„Höchste Zeit“ für Reform
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat angesichts der Dauerkrise in den Notaufnahmen die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der angekündigten Reform der Notfallversorgung aufgefordert. „Es ist höchste Zeit, dass die Notfallreform jetzt endlich umgesetzt wird – sie darf nicht wieder verschoben werden“, sagte SoVD-Chefin Michaela Engelmeier der „Rheinischen Post“.
Notaufnahmen am Limit
Die Belastung in den Notaufnahmen sei seit Jahren konstant hoch, so Engelmeier. Auch der Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen sei oft nicht in der Lage, die ankommenden Patienten adäquat zu versorgen. Eine entsprechende Reform sei daher längst überfällig.
Patienten im Fokus
Gleichzeitig mahnte die SoVD-Chefin an, dass die Reform aus der Perspektive der Patienten gedacht werden müsse. Diese seien in einer persönlichen Ausnahmesituation und medizinische Laien. Die Notfall- und Akutversorgung müsse daher flächendeckend und jederzeit in der Lage sein, Hilfesuchende unmittelbar, zielgerichtet und bedarfsgerecht zu versorgen.
Millionen-Einsparung im Blick
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) strebt mit der Reform eine Reduzierung der in den Rettungsstellen behandelten Fälle an. Ziel sind perspektivisch Einsparungen von über einer Milliarde Euro. Warken will ihre Pläne im Laufe des Mittwochs detailliert vorstellen.
