Wann ist das Ende der Eiszeit?

Rekord-Frost am Dreikönigstag: Baden-Württemberg bibbert bei fast -19 Grad – Doch die Wende naht

Bodensee Winter
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Väterchen Frost hat Baden-Württemberg fest im Griff und bescherte dem Land am Dreikönigstag die bisher kälteste Nacht dieses Winters. Während Polarluft für klappernde Zähne sorgt, bereitet sich im Hintergrund bereits der große Wetterumschwung vor. Wer ungewöhnliche Beobachtungen wie gefrorene Seen oder bizarre Eiskristalle liebt, sollte die nächsten Stunden noch nutzen, bevor das Tauwetter einsetzt. Eiszeit auf der Alb.

Der Kälte-Check: Meßstetten und Leutkirch als Tiefkühltruhen

In der Nacht zum 6. Januar 2026 fielen die Temperaturen auf neue Rekordwerte. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) waren Meßstetten auf der Schwäbischen Alb sowie Leutkirch im Allgäu mit jeweils -18,6 Grad die absoluten Kältepole im Land. Diese eisigen Werte führten sogar dazu, dass Teile des Bodensees, wie der Gnadensee bei Allensbach, zufroren und zahlreiche Schlittschuhläufer anlockten.

Auch tagsüber blieb das Land im Dauerfrost-Modus:

  • Bergland: Temperaturen um die -7 Grad.
  • Rheintal: Knapp unter dem Gefrierpunkt bei -1 Grad.
  • Oberschwaben: Erneute Frost-Nächte bis -14 Grad erwartet.

Uferbereiche am Bodensee frieren zu: Eisflächen locken – Wasserschutz mahnt zur Vorsicht

Die klirrende Kälte hat Teile des Bodensees, wie den Gnadensee bei Hegne, in eine glitzernde Eislandschaft verwandelt. Trotz der einladenden Optik warnt die Wasserschutzpolizei: Das Betreten erfolgt stets auf eigene Gefahr, da keine offiziellen Freigaben erteilt werden.

Besonders tückisch ist die variierende Eisdicke, die selbst bei scheinbarer Stabilität lebensgefährlich dünn sein kann. Zudem ist das Betreten von Schilfgürteln in Naturschutzgebieten gesetzlich streng untersagt. Da zum Wochenende steigende Temperaturen gemeldet sind, könnte die Pracht schnell schmelzen – Personen, die etwas Ungewöhnliches beobachtet haben, sollten das Eis daher umgehend verlassen.

Wann war der Bodensee eigentlich zum letzten Mal komplett begehbar? Erfahren Sie hier alles über den historischen Kälteeinbruch, der den See in eine endlose Eiswüste verwandelte.

Letztes Aufbäumen: Der Schnee kommt am Donnerstag

Bevor das „Winterwunderland“ Abschied nimmt, legt Frau Holle noch einmal nach. Für die Nacht zum Donnerstag prognostizieren Meteorologen verbreitet Schneefälle. In den tieferen Lagen werden etwa ein bis drei Zentimeter Neuschnee erwartet, während sich das Bergland über bis zu fünf Zentimeter weiße Pracht freuen darf.

Personen, die etwas Ungewöhnliches beobachtet haben – wie etwa spiegelglatte Gehwege durch gefrorenen Tau oder Reif –, sollten besonders in den frühen Morgenstunden des Mittwochs vorsichtig sein. Eine kleine Kontrole der Gehwege vor dem Haus kann hier Unfälle verhindern.

Ausblick: Sturmtief beendet die Eiszeit

Gegen Ende der Woche ist Schluss mit der klirrenden Kälte. Ein kräftiges Tief bringt mildere Luft, aber auch ungemütliches Wetter mit sich.

  1. Donnerstagabend: Übergang von Schnee in Regen – Achtung, hier droht gefährliches Blitzeis auf den tiefgefrorenen Böden!
  2. Freitag: Es wird stürmisch und deutlich regnerischer.
  3. Wochenende: Das Thermometer steigt wieder, und das Fahrzeuug muss vermutlich eher gegen Regen als gegen Schnee geschützt werden.

Genießen Sie die klare Winterluft, solange sie bleibt, aber passen Sie im Straßenverkehr auf die tückischen Reifglätte-Stellen auf.

Die Frost-Fakten im Überblick:

Ort / RegionTiefstwert (06.01.)Prognose Nacht (07.01.)
Meßstetten / Alb-18,6 °Cbis -14 °C
Leutkirch / Allgäu-18,6 °Cbis -14 °C
Mannheim-5 bis -7 °Cbis -8 °C