Vor der Sonder-Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) in Hamburg hat die nordrhein-westfälische Kinder- und Jugendministerin Josefine Paul (Grüne) eine dringende Forderung an die Bundesregierung gerichtet: Die Finanzierung der frühkindlichen Bildung müsse verbindlich im Qualitätsentwicklungsgesetz verankert werden. „Frühkindliche Bildung legt den Grundstein gelingender Bildungsprozesse für alle Kinder in unserem Land. Daher ist es wichtig, dass der Bund an seiner Zusage aus dem Koalitionsvertrag festhält und sich auch zukünftig an den Kosten der Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung beteiligt“, sagte Paul. Sie betonte die Notwendigkeit klarer Regelungen für langfristige finanzielle Zusagen, um die Qualität in der frühkindlichen Bildung nachhaltig zu verbessern.
Regionale Gegebenheiten und überregionale Ziele
Paul unterstrich, dass die Regelungen auch den regionalen Gegebenheiten Rechnung tragen müssten. Für Nordrhein-Westfalen bedeute dies insbesondere, Stabilität und Verlässlichkeit mit Qualität und Chancengerechtigkeit zu verbinden. Die Pläne des Bundes, den Sprach- und Entwicklungsstand künftig zu erheben und Kitas in herausfordernden Lagen besonders zu unterstützen, werden aus Sicht Nordrhein-Westfalens grundsätzlich begrüßt. Für die Länder ist jedoch die langfristige und verlässliche finanzielle Beteiligung des Bundes von entscheidender Bedeutung. Bislang sei noch unklar, wie hoch die zur Verfügung gestellten Mittel sein werden, teilte ein Sprecher des NRW-Ministeriums mit. Ziel ist es, dass die vom Bund bereitgestellten Finanzmittel für Kindertageseinrichtungen mindestens auf dem bisherigen Niveau von rund zwei Milliarden Euro verbleiben.
(Mit Material der der dts Nachrichtenagentur erstellt)



