Dänen setzen auf Arbeitgeber

Novo Nordisk will mit US-Firmen Abnehm-Deals

Novo Nordisk will mit US-Firmen Abnehm-Deals

Tabletten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk greift im lukrativen US-Markt für Abnehmmedikamente zu neuen Strategien. Finanzchef Karsten Munk Knudsen kündigte im "Handelsblatt" an, dass das Unternehmen direkt Verträge mit amerikanischen Arbeitgebern abschließen will. Dies soll Medikamente gegen Adipositas als betriebliche Zusatzleistung etablieren.

Neue Vertriebswege im Visier

Der Milliardenmarkt für Medikamente zur Gewichtsreduktion boomt. Novo Nordisk, bekannt für seine Diabetes-Medikamente, die auch beim Abnehmen helfen, will sich hier eine noch stärkere Position erarbeiten. Statt nur auf Ärzte und Apotheken zu setzen, sollen nun Unternehmen in den USA zu Partnern werden.

Finanzchef Karsten Munk Knudsen erklärte gegenüber der Zeitung, dass bereits entsprechende Vereinbarungen mit einzelnen Firmen in Arbeit seien. Diese Unternehmen könnten dann ihren Mitarbeitern die Kosten für Adipositas-Medikamente ganz oder teilweise erstatten. Dies würde die Hemmschwelle zur Einnahme senken und die Medikamente für eine breitere Masse zugänglich machen.

Betriebliche Vorsorge mit neuem Fokus

Die Idee dahinter: Unternehmen könnten so ein attraktives Paket für ihre Belegschaft schnüren. In den USA sind betriebliche Zusatzleistungen oft ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers. Novo Nordisk sieht darin eine Chance, seine Produkte direkt im Unternehmen zu platzieren und so den Absatz zu steigern.

Die Strategie könnte auf eine wachsende Nachfrage nach effektiven Behandlungsmöglichkeiten für Übergewicht und Adipositas reagieren. Ob und wie sich dieser Ansatz auf dem deutschen Markt umsetzen ließe, ist noch offen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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