Neuer Anlauf nach gescheiterten Versuchen
Nach jahrelangen Diskussionen und gescheiterten Reformversuchen unter den früheren Gesundheitsministern Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) scheint die Bundesregierung unter Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nun den Konsens gefunden zu haben. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, dass die Koalitionsparteien sich einig sind über die Eckpunkte des neuen Gesetzes.
Mehr Kooperation, weniger Chaos
Ein zentraler Baustein der Reform ist der geplante Aufbau flächendeckender „Integrierter Notfallzentren“. Diese sollen künftig Notaufnahmen von Krankenhäusern, Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigungen und gemeinsame Ersteinschätzungsstellen zusammenführen. Ziel ist, dass Patienten schneller und zielgerichteter die passende Hilfe erhalten.
Auch die Zusammenarbeit zwischen stationären und ambulanten Akteuren soll deutlich enger werden. Das bisher oft fragmentierte System soll durch klare Zuständigkeiten und bessere Vernetzung abgelöst werden.
Finanzielle Anreize für Rettungsdienste
Eine weitere wesentliche Neuerung betrifft die Finanzierung der Rettungsdienste. Diese sollen künftig auch dann bezahlt werden, wenn sie keine Patiententransporte durchführen. Dies soll ihre wirtschaftliche Grundlage sichern und unabhängig von der reinen Transportleistung machen.
Millionen-Einsparungen im Fokus
Die Bundesregierung hofft, durch die Reform zwischen einer und zwei Milliarden Euro jährlich einzusparen. Die genaue Höhe der Einsparungen und die genauen Auswirkungen auf die Patientenversorgung werden sich in den kommenden Monaten zeigen. Das Kabinett muss den Entwurf nun noch verabschieden.
