Klimaschutzziele in Gefahr?
Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer nimmt die Pläne der Bundesregierung für ein neues Heizungsgesetz aufs Korn. In der ntv-Sendung „Blome & Pfeffer“ kritisierte sie am Montag scharf. Besonders im Visier: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
„Dass Friedrich Merz kein Interesse an Klimaschutz hat, ist offensichtlich“, sagte Neubauer. „Das gilt auch für die ehemalige Gaslobbyistin und Wirtschaftsministerin Reiche“.
Rechtsbruch durch fossile Ideologie?
Der vorgelegte Gesetzentwurf würde „deutsches und europäisches Recht“ aushebeln, so Neubauer. Weder Klimaziele noch EU-Vorgaben zur Gebäudeeffizienz ließen sich damit erfüllen. Die Union sei „im Sinne ihrer fossilen Ideologie bereit, rechtsstaatliche Prinzipien zu durchbrechen“. Dies sei nicht nur ein „ökologisches“, sondern auch ein „demokratisches Drama“.
Erbe für künftige Generationen
Neubauer warnt vor den langfristigen Folgen für die kommenden Generationen. Zwar würden sich künftig wohl mehr Menschen für Wärmepumpen entscheiden, doch gleichzeitig würden „Millionen“ weiterhin auf fossile Heizungen setzen. „Die sorgen dafür, dass Menschen wie ich, die in 20 oder 25 Jahren dastehen, Verantwortung übernehmen wollen für ein Land, was nicht klimaneutral werden kann“, erklärte sie.
Die Vorstellung, fossile Heizsysteme später einfach mit anderen Energieträgern weiterbetreiben zu können, bezeichnete sie als „Märchen“.
SPD-Rolle als „Tragödie“
Auch die Rolle der SPD ist Gegenstand von Neubauers Kritik.
„Eine Tragödie wäre es, wenn die SPD diesen Weg mitgeht“, sagte sie. Zwar sei es populär, den Menschen „bloß nichts vorzuschreiben“. Doch damit werde die Verantwortung „so sehr auf andere junge Generationen“ verschoben. „Das ist also im Zweifel einfach total ungerecht.“


