Stimmung im Keller
Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten drückt auf die Stimmung im deutschen Mittelstand. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen ist im März um 3,6 Zähler auf -18,2 Punkte gefallen. Das ist laut Einschätzung der KfW deutlich schlechter als der langfristige Durchschnitt.
Blick in die Zukunft trübt sich ein
Hauptursache für diese negative Entwicklung sind die Geschäftserwartungen der Unternehmen für die nächsten sechs Monate. Diese sind regelrecht abgestürzt und liegen nun bei -19,2 Punkten. Anlass zur Sorge gibt die anhaltende Unsicherheit angesichts des Krieges.
Aktuelle Lage wird besser bewertet
Im Gegensatz zu den Zukunftserwartungen schätzen die mittelständischen Unternehmen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage sogar etwas besser ein als noch im Vormonat Februar. Doch die Sorgen um die Auswirkungen des Konflikts auf die Stabilität und Planbarkeit des Geschäfts überwiegen.
Rohstoffpreise steigen weiter
Die gestiegenen Öl- und Gaspreise infolge des Nahost-Konflikts spiegeln sich in den Erwartungen der Unternehmen wider. Sowohl Mittelständler als auch Großunternehmen rechnen mit deutlich höheren zukünftigen Absatzpreisen. Diese Entwicklung erinnert an die Corona-Pandemie. Allerdings sind die internationalen Lieferketten aktuell stabiler. Dennoch bleibt das Risiko einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, wenn die Nachfrage nach vermutet knappen Gütern plötzlich steigt und die Preise weiter in die Höhe treibt.
Verarbeitendes Gewerbe besonders betroffen
Der Rückgang des Geschäftsklimas war im März in allen Wirtschaftsbereichen spürbar. Am stärksten betroffen war das Verarbeitende Gewerbe. Nur das Bauhauptgewerbe zeigte sich angesichts der schwierigen Lage vergleichsweise robust mit einem nur minimalen Rückgang. Auch bei den Großunternehmen hat sich die Stimmung noch stärker eingetrübt als im Mittelstand.


