Merz kritisiert Handelsungleichgewicht
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat während seines Besuchs in Peking auf den dringenden Abbau des wachsenden Handelsbilanzdefizits zu China gedrängt. „Wir wollen insgesamt die Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland fortsetzen“, sagte Merz. Doch dafür, so der CDU-Politiker, müsse noch einiges getan werden.
Forderung nach fairem Wettbewerb
Ein zentraler Punkt für Merz ist ein geregelter Marktzugang. Der Wettbewerb zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen müsse fair sein. Transparenz, Verlässlichkeit und die Einhaltung gemeinsamer Regeln sind für ihn unabdingbar. Er betonte, dass es seit etwa zwei Jahren ein „ziemliches Ungleichgewicht“ in der Handelsbilanz gebe, das man abbauen wolle.
Überkapazitäten als Ursache
Als Hauptursache für dieses Ungleichgewicht sieht Merz Überkapazitäten in China. Das Defizit zwischen Deutschland und China liegt aktuell bei über 80 Milliarden Euro. „Das hat sich seit 2020, also innerhalb von fünf Jahren, vervierfacht“, so Merz. Diese Dynamik sei nicht gesund. „Wir sprechen Sie deshalb an und wollen Wege eröffnen, wie wir dieses Handelsbilanzdefizit zu unseren Lasten abbauen“, erklärte er.


