Nur jeder Zehnte glaubt an gelöstes Problem

Mehrheit zweifelt an Regierungs-Aussagen zur Migration

Mehrheit zweifelt an Regierungs-Aussagen zur Migration

Friedrich Merz und Bärbel Bas (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Erwartungen an die deutsche Migrationspolitik sind gespalten. Eine neue Umfrage zeigt: Weit mehr als die Hälfte der Bundesbürger hat Zweifel an den jüngsten Aussagen von CDU-Chef Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas. Insbesondere Merz' Einschätzung, das Migrationsproblem sei weitgehend gelöst, stößt auf breite Ablehnung.

Umfrage: Skepsis dominiert

Nur elf Prozent der Deutschen teilen die optimistische Einschätzung von CDU-Chef Friedrich Merz, dass „große Teile“ des Migrationsproblems gelöst seien. Diese Aussage widerspricht 78 Prozent der Befragten, wie eine Insa-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ ergab. Selbst unter Unions-Anhängern findet Merz nur begrenzte Zustimmung: Nur jeder Fünfte stimmt ihm zu, während 73 Prozent anderer Meinung sind.

Bas-Aussage unbeliebt

Auch die Darstellung von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), wonach niemand in die deutschen Sozialsysteme einwandere, wird von der Mehrheit nicht geteilt. Nur 20 Prozent stimmen dieser Aussage zu. Stärkere Ablehnung erfahren hier nur die Unionswähler. 57 Prozent lehnen Bas‘ Aussage ab. Selbst im eigenen Lager herrscht Skepsis: 45 Prozent der SPD-Anhänger stimmen der Ministerin nicht zu, nur 35 Prozent unterstützen sie.

Die Befragung von Insa fand am 7. und 8. Mai 2026 unter 1.003 Personen statt.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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