Das Thema: Vier Jahre Krieg – was bleibt?
Seit 2008 läuft die Talkshow „Markus Lanz“ im ZDF – und hat sich in dieser Zeit spürbar gewandelt. Während zu Beginn auch Boulevard- und Lifestyle-Themen eine Rolle spielten, steht heute meist die große Politik im Mittelpunkt. Am Donnerstag, 19. Februar 2026, ist das nicht anders.
Vier Jahre nach Beginn des Ukrainekriegs geht es um die Frage, wie Deutschland und Europa auf jene schicksalhaften Tage im Februar 2022 zurückblicken – und wie die Lage heute einzuschätzen ist. Diplomatie, Geheimdienstinformationen, Drohnentechnologie und die Situation an der Front: Die Themenpalette ist breit, der Ton erfahrungsgemäß analytisch.
Die Sendung wird um 23.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.
Diese Gäste sind am 19. Februar dabei
Am Donnerstag begrüßt Markus Lanz folgende Gäste im Studio beziehungsweise zugeschaltet:
- Wolfgang Schmidt, Ex-Kanzleramtschef
Er erinnert sich an die Anfänge des Ukrainekriegs vor vier Jahren und schildert, wie Kanzler Scholz und das Kabinett jene schicksalhaften Februartage erlebten. - Katrin Eigendorf, Journalistin
Die Internationale Sonderkorrespondentin des ZDF reist seit Kriegsausbruch regelmäßig in die Ukraine. Von dort zugeschaltet, informiert sie über die aktuelle Lage. - Georg Mascolo, Publizist
Der Ex-„Spiegel“-Chefredakteur äußert sich zur Arbeit der westlichen Geheimdienste und erläutert, wie diese die Ukraine mit ihren Erkenntnissen unterstützen. - Ulrike Franke, Politologin
Die Sicherheitsexpertin vom European Council on Foreign Relations (ECFR) spricht über die Kriegsführung Russlands und über die wachsende Bedeutung innovativer Drohnentechnologien. - Paul Ronzheimer, Podcaster
Der Kriegsreporter analysiert die zahlreichen diplomatischen Bemühungen, den Krieg zu beenden, und berichtet zudem von seinen gefährlichen Rechercheeinsätzen im Frontgebiet.
Die Mischung aus politischer Binnenperspektive, sicherheitspolitischer Analyse und journalistischer Front-Erfahrung verspricht eine intensive Diskussion.
Vom Boulevard zum Polit-Talk
„Markus Lanz“ gehört heute zu den bekanntesten Polit-Talkshows im deutschen Fernsehen. Dabei begann die Karriere des Moderators anders.
Markus Lanz wurde 1969 in Bruneck in Südtirol geboren und wuchs in Geiselsberg auf. Nach dem Abitur in Brixen und Wehrdienst beim italienischen Militär absolvierte er ein Volontariat bei Radio Hamburg. Es folgten Stationen bei RTL Nord und RTL Köln. Einer größeren Öffentlichkeit wurde er ab 1998 als Moderator von „Explosiv – Das Magazin“ bekannt.
2008 wechselte Lanz zum ZDF – zunächst als Vertretung für Johannes B. Kerner. Im selben Jahr startete die Talkshow „Markus Lanz“. Auch Formate wie „Lanz kocht“ oder später die Moderation von „Wetten, dass ..?“ prägten seine Laufbahn.
Über die Jahre entwickelte sich seine Talkshow deutlich weiter. Medienbeobachter beschreiben eine inhaltliche Verschiebung hin zu klaren politischen Schwerpunkten. Gesellschaftspolitische Debatten, internationale Krisen und wirtschaftliche Fragen dominieren inzwischen das Format. Mit bis zu rund 1,8 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern erreichte die Sendung in den vergangenen Jahren regelmäßig hohe Reichweiten im Spätabendprogramm.
Warum es kein Studiopublikum mehr gibt
Früher wurden die Sendungen vor Publikum aufgezeichnet. Seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 findet „Markus Lanz“ jedoch ohne Studiogäste statt. Was zunächst als Vorsichtsmaßnahme eingeführt wurde, blieb dauerhaft bestehen.
Als Begründung wurde angeführt, dass sich ohne Zwischenapplaus oder Publikumsreaktionen eine dichtere Gesprächssituation ergebe. Der Fokus liege stärker auf den Inhalten und der direkten Auseinandersetzung zwischen Moderator und Gästen. Zuschauerfragen oder interaktive Elemente gibt es in der regulären Sendung nicht.
Die Atmosphäre ist dadurch konzentrierter – für viele Zuschauer auch intensiver.
Sendezeiten und Mediathek
In der Regel läuft „Markus Lanz“ dienstags, mittwochs und donnerstags am späten Abend im ZDF. Die genaue Uhrzeit variiert je nach Programmplanung, meist zwischen 22.45 Uhr und Mitternacht.
Wer die Sendung verpasst, kann sie kurz nach der Ausstrahlung in der ZDF-Mediathek abrufen. Dort stehen aktuelle und frühere Folgen kostenfrei zur Verfügung – sowohl im Browser als auch über die Mediathek-App.
Ein Talk mit Signalwirkung
Vier Jahre nach Beginn des Ukrainekriegs steht Deutschland weiterhin vor sicherheitspolitischen Grundsatzfragen. Wie belastbar sind diplomatische Initiativen? Welche Rolle spielen Geheimdienste? Und wie verändert Technologie – etwa Drohnen – die Kriegsführung?
Die Ausgabe vom 19. Februar will genau diese Fragen beleuchten. Mit einer Runde, die politische Erfahrung, analytische Einordnung und Berichte aus dem Kriegsgebiet vereint.





