Bis zu 20 Jets am Boden

Lufthansa erwägt drastische Kürzungen wegen Iran-Konflikt

Lufthansa erwägt drastische Kürzungen wegen Iran-Konflikt
Foto: Lufthansa-Flugzeuge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Lufthansa bereitet sich auf erhebliche Einschnitte vor. Angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten prüft die Fluggesellschaft, bis zu 20 Flugzeuge stillzulegen. Dies würde die Sitzplatzkapazität um 2,5 Prozent reduzieren. Lufthansa-Chef Spohr erwartet spürbare Auswirkungen auf Ticketpreise und Nachfrage.

Piloten über Maßnahmen informiert

Die Nachricht verbreitete sich am Dienstagmorgen: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat seine Mitarbeiter über eine mögliche Kapazitätsreduzierung informiert. Auf einer kurzfristig angesetzten virtuellen Versammlung sprach er von konkreten Vorbereitungen, 20 Maschinen vorerst am Boden zu lassen. Das berichten Branchenmedien unter Berufung auf die Aussagen Spohrs.

Massive Folgen durch Krieg erwartet

Mit dieser Maßnahme reagiert die Airline auf die unsichere geopolitische Lage. Spohr sprach von „massiven Folgen des Kriegs im Nahen Osten“ und erklärte, man wolle „früh vorbereitet sein“. Die 20 betroffenen Flugzeuge seien zudem ohnehin kurz vor dem Ausmusterungsdatum.

Sollte die Situation sich weiter verschärfen, sei sogar eine Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen denkbar. Dies entspricht einer Reduzierung der angebotenen Sitzplatzkapazität um voraussichtlich 2,5 Prozent.

Kerosinpreise treiben Kosten in die Höhe

Neben den direkten Auswirkungen des Konflikts belasten stark gestiegene Kerosinpreise die Lufthansa. Obwohl 80 Prozent des Treibstoffbedarfs gegen Preisschwankungen abgesichert sind, rechnet das Unternehmen bei der verbleibenden Menge mit Mehrkosten von bis zu 1,5 Milliarden Euro.

Diese Kostensteigerung wird sich unweigerlich auf die Ticketpreise auswirken. „Das wiederum wird sich auf die Nachfrage auswirken, es werden weniger Menschen reisen“, so Spohr. Er räumte ein: „Die Folgen sind größer, als wir erwartet hatten.“

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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