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Expertenrat kritisiert Kurs der Regierung

Klimaschutz-Ziele verfehlt: Grüne fordern Nachbesserung

Windrad-Bau (Archiv). Bild: dts Nachrichtenagentur

Die Grünen-Fraktion dringt auf eine Neubearbeitung des Klimaschutzprogramms. Angesichts eines negativen Berichts des Expertenrats für Klimafragen werfen die Grünen der Bundesregierung vor, auf einen Gesetzesbruch zuzusteuern. Besonders die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und neue Gesetzesvorhaben wie das Gebäudemodernisierungsgesetz stehen in der Kritik.

Massive Kritik am Klimakurs

Die grünen Abgeordneten sehen die Bundesregierung im Klimaschutz auf dem Holzweg. Sie berufen sich dabei auf einen aktuellen Bericht des Expertenrats für Klimafragen. Dieser kommt zu dem Schluss, dass die bisherigen Anstrengungen der Regierung nicht ausreichen, um die Klimaziele für das Jahr 2030 zu erreichen.

„Gesetzesbruch“ droht

Julia Verlinden, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, äußerte sich deutlich in der „Rheinischen Post“. Sie warf der Regierung vor, sehenden Auges in einen Gesetzesbruch zu laufen, der dem Land und seinen Bürgern teuer zu stehen kommen werde. „Gerade in den letzten Wochen wurde doch wieder deutlich, wie teuer die Abhängigkeit von Gas und Öl ist“, so Verlinden.

Die Grünen kritisieren, dass die Regierung kurz nach Veröffentlichung des kritischen Berichts bereits neue Gesetze auf den Weg bringt, die dem Klimaschutz entgegenstehen könnten. Das „völlig vermurkste Gebäudemodernisierungsgesetz“ und das geplante Gesetz für neue fossile Gaskraftwerke bezeichnet Verlinden als „nächste Klimabomben“. Sie fordert, dass die Koalitionsfraktionen die Warnungen des Expertenrats ernst nehmen und diese Gesetzesvorhaben stoppen.

Auch Linke üben Kritik

Ähnlich kritisch äußert sich die Linken-Partei. Fabian Fahl, klimapolitischer Sprecher der Linken, bemängelt, dass die Bundesregierung kein Klimaschutzprogramm vorgelegt habe, das die planetaren Grenzen beachte. Die „fatale physikalische Realität“ werde nicht ausreichend anerkannt.

Fahl betont, dass eine seriöse Klimapolitik die sozial-ökologische Transformation schnell vorantreiben müsse. Dabei müssten die Menschen mitgenommen werden, beispielsweise durch ein „angemessenes Klimageld“.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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