Sicherheit für bestehende Buchungen
Die Sorge vor teurer werdenden Urlauben wegen steigender Treibstoffkosten scheint vorerst unbegründet. Tui, Alltours und Dertour haben laut einem Bericht des „Tagesspiegels“ klargestellt, dass die Preise für bereits gebuchte Reisen nicht nachträglich angehoben werden.
Das bedeutet: Wer seinen Sommerurlaub bereits fest im Blick hat, muss sich auf keine unerwarteten Nachzahlungen einstellen, selbst wenn der Ölpreis weiter die Höhen erklimmt.
Zukunft bleibt ungewiss – für neue Buchungen
Anders sieht die Lage für zukünftige Buchungen aus. Christoph Debus, Chef der Dertour-Group, machte deutlich, dass bei anhaltend hohen Kerosinpreisen Steigerungen für neue Buchungen nicht ausgeschlossen werden können. Dies sei eine Notwendigkeit, um operative Kosten im Griff zu behalten, wenn sich die Marktbedingungen nachhaltig verschärfen.
Grundsätzlich ist es Reiseveranstaltern gesetzlich erlaubt, den Reisepreis nachträglich zu erhöhen, wenn Kostensteigerungen wie bei Flughafengebühren oder eben Treibstoff anfallen. Diese Erhöhung muss allerdings schriftlich und mindestens 20 Tage vor Reisebeginn erfolgen. Übersteigt der Aufschlag acht Prozent des ursprünglichen Reisepreises, haben Kunden ein besonderes Rücktrittsrecht, ohne zusätzliche Gebühren zahlen zu müssen.
Keine Reiseabsagen in Sicht
Bedenken hinsichtlich konkreter Reiseausfälle zerstreuten die Branchenvertreter ebenfalls. Ein Tui-Sprecher gab sich optimistisch: „Bei uns fällt nichts aus.“ Auch von Alltours hieß es, man gehe davon aus, dass die Gäste ihren gebuchten Sommerurlaub wie geplant antreten können.
Für die Sommer- und Herbstsaison wird derzeit von stabiler Kapazität ausgegangen. Sollten wider Erwarten dennoch Flugpläne aufgrund von Kerosinmangel angepasst werden müssen, wollen die Veranstalter ihre Kunden umgehend informieren und nach Alternativen suchen. Die Pauschalreise biete hierbei Flexibilität, so Dertour-Chef Debus.



