Die PS Karlsruhe LIONS haben das baden-württembergische ProA-Derby gegen die Tigers Tübingen mit 87:83 nach Verlängerung gewonnen. Nach 40 Minuten stand es in der Karlsruher Europahalle 78:78. In den zusätzlichen fünf Minuten setzte sich der Gastgeber mit 9:5 durch und feierte vor 2.087 Zuschauerinnen und Zuschauern seinen ersten Heimsieg der Saison.
Tübingen dreht einen 17-Punkte-Rückstand
Karlsruhe erwischte den besseren Start und führte nach 14 Minuten bereits mit 39:22. Zur Pause lagen die LIONS 47:40 vorn. Tübingen arbeitete sich jedoch Schritt für Schritt zurück: Die Tigers gewannen die zweite Hälfte mit 38:31 und hatten in der Schlussphase der regulären Spielzeit selbst mehrfach die Führung.
26,6 Sekunden vor dem Ende lagen die Gäste noch mit zwei Punkten vorn. Beim Stand von 78:78 besaß Tübingen anschließend den letzten Angriff, brachte ihn aber wegen eines Offensivfouls 2,8 Sekunden vor der Sirene nicht zum Abschluss. Karlsruhes letzter Versuch blieb ebenfalls ohne Erfolg. Damit musste die Verlängerung entscheiden.
Hart und Oba sichern Karlsruhe die Verlängerung
In der Extrazeit brachte Isaiah Hart die LIONS 126 Sekunden vor Schluss mit 83:80 in Führung. Nach einem Tübinger Ballverlust erhöhte Wesley Oba per Dunking auf 85:81. Hart legte 39,9 Sekunden vor dem Ende das 87:81 nach; Tübingen gelang nur noch der Korb zum Endstand.
Der Karlsruher Point Guard stand bei seinem Saisondebüt 25:16 Minuten auf dem Feld und kam auf 17 Punkte, sechs Assists und drei Steals. Bester Werfer der Partie war sein Teamkollege Kilian Binapfl mit 22 Punkten.
Acht zusätzliche Ballverluste werden zum Unterschied
Die Mannschaften lagen bei den Rebounds nahezu gleichauf: Karlsruhe gewann diese Statistik mit 48:47. Deutlicher war der Unterschied bei Ballbewegung und Ballkontrolle. Die LIONS verzeichneten 18 Assists und elf Ballverluste, Tübingen zwölf Assists und 19 Ballverluste. Damit gab der Gast acht Angriffe mehr ohne Wurfchance ab.
Die Tigers hielten sich vor allem mit ihrer Distanzquote im Spiel. Sie trafen 13 von 32 Dreiern, also rund 41 Prozent. Isaac Haney und Tim Smith erzielten jeweils 20 Punkte. Neuzugang Alexander Richardson kam bei seinem Tübinger Debüt auf 15 Punkte und 13 Rebounds.
Unterschiedliche Folgen für beide Teams
Tübingen steht nach dem Derby bei drei Siegen und drei Niederlagen. Für Karlsruhe war es der zweite Saisonerfolg und zugleich der erste vor eigenem Publikum. Der knappe Ausgang verdeckt dabei zwei sehr verschiedene Spielverläufe: Karlsruhe verspielte einen großen Vorsprung, Tübingen konnte die Aufholjagd trotz mehrerer eigener Siegchancen nicht vollenden.
Für die Tigers geht es am Samstag, 31. Oktober, um 19.30 Uhr bei den GIESSEN 46ers weiter. Karlsruhe empfängt nach den offiziellen Vereinsangaben am 7. November Bremerhaven.




