Ingwer-Shots sind längst fester Bestandteil vieler Morgenroutinen. Schnell ein kleiner Schluck Gesundheit – und weiter geht’s. Doch der Boom hat eine Kehrseite: Einwegflaschen, kurze Haltbarkeit, hohe Preise. Genau hier setzen Lukas Jordan und Till Soll an. In Staffel 19 von „Die Höhle der Löwen“ präsentieren sie ihr Food-Startup Hansegrün – mit einem Konzept, das weniger Müll produzieren und gleichzeitig mehr Flexibilität bieten soll.
Ihr Anspruch ist klar formuliert: Superfoods im Shot-Format nachhaltiger, günstiger und individueller machen.
Das Konzept: Pulver statt Fertigdrink
Hansegrün verzichtet bewusst auf trinkfertige Shots im Kühlregal. Stattdessen kommen größtenteils gefriergetrocknete Bio-Zutaten in Pulverform in die Dose.
Die Anwendung ist simpel:
- Pulver ins Glas geben
- Mit Wasser mischen
- Kurz umrühren
Fertig ist der Shot.
Der Vorteil der Gefriertrocknung: Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe bleiben laut Hersteller weitgehend erhalten, während das Produkt deutlich leichter und länger haltbar ist als flüssige Varianten. Gleichzeitig entfällt unnötige Transportflüssigkeit.
Nach Angaben der Gründer kann eine Dose bis zu 60 Einwegflaschen ersetzen – ein klares Argument im Hinblick auf Verpackungsmüll und Ressourcenverbrauch.
Welche Produkte bietet Hansegrün?
Das Sortiment ist breiter aufgestellt als nur ein klassischer Ingwer-Shot. Zum Angebot zählen unter anderem:
- Guarana Energie Shots
- Grüner Shot
- „Daily Shot“ mit über 20 Superfoods
- Daily Kids Shots
- Daily Shakes, etwa in der Sorte „Schoko“
Alle Produkte setzen auf ausgewählte Bio-Zutaten und sollen ohne künstliche Zusatzstoffe auskommen.
Damit positioniert sich Hansegrün im wachsenden Markt für funktionelle Lebensmittel, in dem Gesundheitsbewusstsein und Convenience eine zentrale Rolle spielen.
Nachhaltigkeit als Kernargument
Während klassische Ingwer-Shots meist in kleinen Plastik- oder Glasfläschchen verkauft werden, verfolgt Hansegrün einen ressourcenschonenderen Ansatz. Durch die kompakte Pulverform reduziert sich nicht nur Verpackungsabfall, sondern auch Transportgewicht.
Das Konzept spricht gezielt Verbraucherinnen und Verbraucher an, die Wert auf Nachhaltigkeit, Bio-Qualität und flexible Dosierung legen.
Hinzu kommt: Die Shots können individuell angepasst werden – stärker oder milder, je nach persönlichem Geschmack.
Wirtschaftlich bereits stabil?
Im Pitch machen Lukas Jordan und Till Soll deutlich, dass Hansegrün kein reines Konzept mehr ist. Das Unternehmen wächst, arbeitet profitabel und erzielt den Großteil seines Umsatzes über den eigenen Online-Shop.
Der Direktvertrieb verschafft dem Startup Kontrolle über Marge und Kundenbindung – gleichzeitig bedeutet er aber auch Abhängigkeit von digitalem Marketing und Markenbekanntheit.
Genau hier soll ein Investor helfen.
Die Zahlen im Überblick
- Gründer: Lukas Jordan und Till Soll
- Sitz: Hamburg
- Produkte: Superfoods im Shot-Format, Shakes
- Preis: Shots ab 32,99 Euro, Shakes ab 34,99 Euro
- Website: hansegruen.de
Im Studio fordern die Gründer 350.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Das entspricht einer Bewertung von 3,5 Millionen Euro.
Der Pitch: Reicht Nachhaltigkeit als Investment-Argument?
Der Markt für Superfoods ist hart umkämpft. Große Marken dominieren Regale und Online-Shops. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für nachhaltige Verpackungslösungen und ressourcenschonende Produktion.
Hansegrün trifft damit einen Nerv – doch die entscheidende Frage lautet: Lässt sich das Konzept skalieren und als starke Marke etablieren?
Am Ende kommt kein Deal zustande.

