Krisenaktionsplan mit Steuergeschenken und Belastungen

Grüne wollen Hauskauf erleichtern – höhere Steuern für Besserverdienende

Grüne wollen Hauskauf erleichtern – höhere Steuern für Besserverdienende

Häuser (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Grünen schlagen eine einmalige Grunderwerbsteuerbefreiung für den Erstwohnbau vor. Gleichzeitig sollen gutverdienende Haushalte stärker zur Kasse gebeten werden. Der parteiübergreifende „Krisenaktionsplan“ zielt auf spürbare Entlastung und langfristige Resilienz, wie aus einem Bericht des „Spiegel“ hervorgeht.

Einmal Grunderwerbsteuer geschenkt

Familien sollen beim Kauf ihres ersten Eigenheims von der Grunderwerbsteuer befreit werden. Das schlagen die Grünen-Politikerinnen Franziska Brantner und Katharina Dröge in einem „Krisenaktionsplan“ vor. Damit, so die Idee, soll der Vermögensaufbau erleichtert werden.

Im Gegenzug soll der Erwerb weiterer Immobilien teurer werden, eine höhere Grunderwerbsteuer würde dann fällig.

Mehr Geld für Spitzenverdiener

Der Plan sieht auch eine steuerliche Entlastung der Wirtschaft vor, etwa durch eine Bürokratieabbau und eine Senkung der Stromsteuer für Haushalte und kleine bis mittlere Unternehmen. Diese Entlastung soll laut den Politikern nicht nur der Großindustrie zugutekommen.

Für Besserverdienende will die Partei eine neue Tarifstufe auf der Einkommensteuer einführen. Ab 120.000 Euro zu versteuerndem Einkommen (240.000 Euro für Paare) soll ein Satz von 45 Prozent greifen. Deutlich höhere Einkommen ab 250.000 Euro (500.000 Euro für Paare) sollen mit 48 Prozent belastet werden. Aktuell liegt der Spitzensteuersatz bei 42 Prozent.

Der Vorschlag für den Krisenaktionsplan, der sowohl den Realo- als auch den linken Flügel der Grünen abbilden soll, wurde vom „Spiegel“ veröffentlicht. Er widmet sich umfassenden Entlastungs- und Resilienzmaßnahmen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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