Ermittler schlagen zu – bundesweit
Mehrere Dutzend Objekte in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein wurden am Morgen durchsucht. Ziel der Razzien sind 36 Verdächtige im Visier der Ermittler.
Die Beschuldigten stehen im Verdacht, Mitglieder der rechtsextremistischen Gruppierungen „Jung & Stark“ und „Deutsche Jugend Voran“ zu sein. Diese beiden Organisationen sind laut Generalbundesanwalt offenbar erst seit Mitte 2024 aktiv und bundesweit vernetzt. Die Vorwürfe wiegen schwer: Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
Besonders brisant: Bei mehreren Beschuldigten handelt es sich offenbar um Jugendliche oder Heranwachsende. Einige von ihnen sollen zudem zentrale Rollen in den Gruppierungen innehaben, was ihnen als Rädelsführerschaft zur Last gelegt wird.
Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Mitglieder dieser Gruppen zu Gewalt gegen politische Gegner aufgerufen haben. Auch gegen vermeintliche Pädophile soll Stimmung gemacht worden sein. Es gibt Hinweise, dass Razzia-Opfer bereits entsprechende Attacken ausgeführt haben.
Mit den Durchsuchungen wollen die Ermittler die Vorwürfe erhärten und Beweismaterial sichern. Festnahmen gab es nach ersten Informationen bisher nicht.



