Massiver Schaden nach Drohnenangriff fordert enorme Reparatursummen

Gigantische Kosten für Tschernobyl-Hülle: Bis zu 500 Millionen Euro nötig

Archivbild: Euroscheine

Die havarierte Schutzhülle über dem Atomreaktor von Tschernobyl ist nach einem schweren Drohnenangriff im Februar 2025 stark beschädigt. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) schätzt die Kosten für deren Reparatur auf mindestens 500 Millionen Euro. Ohne dringendes Handeln droht ein irreparabler Verfall der Stahlkonstruktion.

Hohe Summe für dringende Reparatur

Mindestens 500 Millionen Euro wird die Reparatur der beschädigten Schutzhülle über dem havarierten Atomreaktor in Tschernobyl kosten. Diese Einschätzung stammt von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). „Womöglich mehr“, ließ Balthasar Lindauer, Direktor des EBRD-Programms für nukleare Sicherheit, gegenüber dem „Spiegel“ verlauten.

Zeitdruck wegen Rostgefahr

Die Arbeiten müssen bis Ende 2027 beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein. Andernfalls bestehe die Gefahr eines irreparablen Rostschadens an der Stahlkonstruktion. Lindauer warnte: „Wir werden das New Safe Confinement verlieren, wenn wir das nicht schaffen.“ Dies hätte deutlich höhere Kosten zur Folge. Der Zeitplan sei zwar ehrgeizig, aber alternativlos.

Drohnenangriff hinterließ massive Schäden

Die Schutzhülle wurde im Februar 2025 durch einen Drohnenangriff schwer beschädigt. „Der Schaden ist enorm hoch“, erklärte Lindauer. Insbesondere die Membrane, die radioaktive Partikel eindämmen und Feuchtigkeit fernhalten sollen, seien großflächig zerstört. „Die Verkleidung muss unbedingt wiederhergestellt werden.“

Strahlung stellt weiterhin Gefahr dar

Die Ruine von Reaktor Vier gibt auch weiterhin stark strahlende Bereiche ab, was den Aufenthalt von Personal dort stark limitiert. „In den am stärksten belasteten Bereichen wird man das Personal besonders häufig auswechseln müssen“, führte Lindauer aus.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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