Phishing-Kampagne traf hochrangige Politikerinnen

Bundesregierung: Russland steckt hinter Signal-Attacke

Bundesregierung: Russland steckt hinter Signal-Attacke

Kreml (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung macht Russland für eine großangelegte Phishing-Kampagne gegen den Messengerdienst Signal verantwortlich. Ziel der Attacken waren unter anderem Bundesministerinnen und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Regierungskreise bestätigten dem Spiegel den Verdacht, dass der Angriff aus Russland gesteuert wurde. Zuvor hatten bereits US- und niederländische Geheimdienste vor ähnlichen Aktivitäten russischer Akteure gewarnt.

Betroffene informiert, Datenfluss gestoppt

Nach Informationen aus Regierungskreisen ist es dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gelungen, alle betroffenen Personen zu informieren. Die kompromittierten Signal-Konten wurden überprüft und ein weiterführender Datenabfluss wurde gestoppt.

Der Angriff richtete sich offenbar gezielt gegen Akteure aus dem politischen Berlin und darüber hinaus. Die Phishing-Mails, mit denen die Kriminellen versuchten, die Signal-Konten zu kapern, gingen laut Bundesregierung auch an Mitarbeiter von Nachrichtendiensten, Journalisten, Militärangehörige und politische Thinktanks.

Kanzler-Kommunikation unter Verschluss

Ob auch Bundeskanzler Friedrich Merz von der Attacke betroffen sein könnte, bleibt unklar. „Über die Art und Weise, wie wir in der Bundesregierung kommunizieren, können wir keine Auskunft geben“, teilte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille mit. Dies gelte grundsätzlich, „aber insbesondere auch in Bezug auf die Kommunikationsmittel und die entsprechenden Telekommunikationswege.“ Hille betonte jedoch: „Aber seien Sie sich sicher, dass die Kommunikation der Bundesregierung, des Bundeskanzlers, der Bundesminister auf sicheren Kanälen läuft.“

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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