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Ex‑Minister bemängeln Disziplin und Auftreten

Gabriel und de Maizière kritisieren Regierungsstil der Merz‑Koalition

Die ehemaligen Bundesminister Sigmar Gabriel (SPD) und Thomas de Maizière (CDU) äußerten im Gespräch mit der FAZ scharfe Vorwürfe gegen die aktuelle Regierungsführung. Sie werfen der Koalition mangelnde Handlungsdisziplin und ein problematisches Krisenmanagement vor – ein Urteil, das in Berlin für Aufsehen sorgt.

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Thomas de Maizière (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Handwerkliche Mängel im Koalitionsalltag

Gabriel kritisierte, dass Entscheidungen häufig bis zum Kabinett durchgeschliffen werden und erst dort im Parlament auftauchen. „Was normalerweise in der Staatssekretärsrunde scheitert, geht hier bis an die Kanzlerpforte“, sagte er und verwies darauf, dass Kanzler Friedrich Merz die Konsequenzen tragen müsse.

Außenwirkung und Parteidisziplin

De Maizière legt den Fokus auf die öffentliche Wahrnehmung. Er warnt davor, dass Ministerien und Parteifunktionäre zu sehr darauf setzten, sich in Koalitionsdebatten zu profilieren, statt entschlossen zu handeln – ein Punkt, der bei den Wählern nicht mehr reicht.

Politische Angriffe und persönliche Angespanntheit

Gabriel reagierte auf Merz‘ Aussage, er sei der erste Kanzler, der solche Anfeindungen erlebe. „Ich frage mich, was Willy Brandt zu solchen Vorwürfen gesagt hätte“, kommentierte er und deutete damit die Bitterkeit politischer Rhetorik an.

Schwierige Rahmenbedingungen

Beide Politiker betonten, dass die internationale Lage das Regieren heute erschwere. Gabriel verwies auf den früheren Umgang der USA mit Europa und den aktuellen russischen Angriffskrieg, während de Maizière die schnell eskalierende „Hyper‑Empörungs‑Debattenkultur“ als weiteres Hindernis nannte.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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