Bis zur 80. Minute deutete im Europa-Park Stadion wenig auf eine spannende Schlussphase hin. Der FC Bayern führte 2:0, hatte die Partie über weite Strecken kontrolliert und Freiburg nur selten zu klaren Abschlüssen kommen lassen. Dann lenkte Bayerns Tom Bischof eine Hereingabe von Jordy Makengo ins eigene Tor. Der Anschlusstreffer veränderte die letzten Minuten – aber nicht mehr das Ergebnis.
Upamecano eröffnet, Gnabry trifft zum Jubiläum
Die Gäste nutzten ihre erste große Gelegenheit in der 16. Minute. Dayot Upamecano leitete nach einem Freiburger Angriff selbst den Gegenstoß ein, lief bis in den gegnerischen Strafraum durch und vollendete zum 0:1. Kurz vor der Pause erhöhte Serge Gnabry nach einem Zuspiel von Nathaniel Brown aus spitzem Winkel. Für Gnabry war es nach Angaben des FC Bayern das 100. Tor in der Bundesliga.
Freiburg fand vor der Pause kaum einen Weg durch die Münchner Defensive. Bayern hatte mehr Ballbesitz und zwang Torhüter Mio Backhaus mehrfach zum Eingreifen. Dass der Sport-Club zur Halbzeit nur zwei Treffer zurücklag, hielt die Begegnung zumindest rechnerisch offen.
Das Eigentor öffnet ein spätes Zeitfenster
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Bayern zunächst die gefährlichere Mannschaft. Backhaus parierte gegen die eingewechselten Offensivkräfte der Gäste, während Freiburg lange keine zwingende Druckphase aufbauen konnte. Erst Makengos Vorstoß brachte Bewegung in das Spiel: Bischof wollte die Hereingabe klären, fälschte sie aber ins eigene Tor ab.
Danach kam Freiburg zu seiner besten Phase. Jonas Urbig im Bayern-Tor musste gegen Igor Matanović und Matthias Ginter eingreifen. Der Ausgleich lag in diesen Minuten erstmals realistisch in der Luft. Freiburg ging dafür ein höheres Risiko ein – und wurde in der fünften Minute der Nachspielzeit bestraft. Olise eroberte den Ball gegen den weit vor seinem Tor stehenden Backhaus und schob zum 1:3 ins leere Tor.
Freiburg bleibt trotz Niederlage in der Spitzengruppe
Der Spielverlauf erklärt, warum das Ergebnis deutlicher aussieht als die Schlussphase. Bayern war über rund 80 Minuten strukturierter und erzeugte die klareren Chancen. Freiburgs Reaktion nach dem Anschlusstreffer war energisch, kam jedoch zu spät, um die zuvor entstandene Lücke noch zu schließen.
Für die Tabelle hat das Ergebnis unmittelbare Folgen: Bayern verteidigt mit 17 Punkten die Spitze, Freiburg bleibt mit 13 Punkten Dritter. Der Abstand beträgt damit vier Punkte. Der Sport-Club muss die Niederlage rasch einordnen, denn bereits am Mittwoch steht im DFB-Pokal das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg an.
Zwei Baden-Württemberg-Spiele prägen den Sonntag
Freiburgs Niederlage war das zweite große Bundesliga-Ergebnis mit Beteiligung eines Teams aus Baden-Württemberg an diesem Sonntag. Zuvor hatte die TSG Hoffenheim Bayer Leverkusen mit 3:0 besiegt. Während Hoffenheim spät drei Tore erzielte, fehlten Freiburg nach dem späten Anschlusstreffer nur wenige Minuten für eine mögliche Wende.



