Union verliert weiter an Zuspruch

Forsa-Umfrage: AfD behauptet Spitzenplatz

Forsa-Umfrage: AfD behauptet Spitzenplatz

Friedrich Merz (CDU) und Tino Chrupalla (AfD), via dts Nachrichtenagentur

Die AfD bleibt nach einer aktuellen Forsa-Umfrage die stärkste Kraft in der Wählergunst. Die Union verliert weiter an Boden, während die Grünen auf Werte klettern, die sie seit Mai 2023 nicht mehr erreichten. Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz erreicht einen neuen Tiefststand.

AfD vorn, Union schwächelt

Die Alternative für Deutschland (AfD) behauptet ihre Führungsposition in der Sonntagsfrage. Laut dem RTL/ntv-„Trendbarometer“ erreicht die Partei aktuell 27 Prozent der Stimmen. Damit liegt sie konstant fünf Prozentpunkte vor der Union aus CDU und CSU, die bei 22 Prozent verharren.

Ein kleines Plus verzeichnen die Grünen. Sie legen einen Prozentpunkt zu und erreichen mit 16 Prozent ihren besten Wert seit Anfang Mai vergangenen Jahres. Die Linke hingegen verliert einen Punkt und kommt nun auf elf Prozent.

Die Zustimmungswerte für die SPD (12 Prozent), die FDP (4 Prozent) sowie für kleinere Parteien, einschließlich des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), bleiben im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Sie liegen insgesamt bei acht Prozent.

Kompetenz eingeschätzt

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz liegt die AfD mit 14 Prozent unverändert vorn. CDU und CSU verlieren einen Prozentpunkt und kommen auf zwölf Prozent. Den Grünen trauen acht Prozent der Befragten die Lösung der Probleme im Land am ehesten zu. Jeweils fünf Prozent sehen diese Fähigkeit bei SPD und Linken.

Allerdings glaubt eine deutliche Mehrheit von 54 Prozent keiner einzelnen Partei, die Herausforderungen des Landes am besten bewältigen zu können.

Merz-Kritik wächst

Die Unzufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz steigt weiter. Aktuell sind 85 Prozent der Bundesbürger mit seiner Leistung unzufrieden, ein Zuwachs von zwei Prozentpunkten. Nur noch 13 Prozent äußern sich zufrieden. Bemerkenswert: Selbst unter den Anhängern von CDU und CSU überwiegt die Kritik. Mehr als die Hälfte, nämlich 53 Prozent, ist mit Merz unzufrieden.

Die Erhebung basiert auf einer Befragung von 2.002 Personen im Zeitraum vom 28. April bis zum 4. Mai 2026.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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