Migration in der EU auf neuem Rekordhoch
Die Europäische Union verzeichnete im vergangenen Jahr einen beispiellosen Zuzug. Die Zahl der im Ausland geborenen Einwohner kletterte auf 64,2 Millionen und übertraf damit den bisherigen Höchststand deutlich. Allein im Vergleich zum Vorjahr kamen rund 2,1 Millionen Menschen hinzu.
Deutschland zieht die meisten Zuwanderer an
Deutschland nimmt im europäischen Vergleich die Spitzenposition ein. Mit 18 Millionen im Ausland geborenen Einwohnern ist es das Hauptzielland. Diese Zahl ist nicht nur absolut gesehen hoch, sondern auch im Verhältnis zur deutschen Bevölkerung, wie Tommaso Frattini vom RF-Forschungszentrum erläutert.
Dennoch ist das Bild innerhalb der EU ungleichmäßig. Die Migration konzentriert sich auf eine Handvoll Länder, während die relative Bevölkerungsentwicklung stark variiert. Daten von Eurostat und dem UNHCR bestätigen diese Beobachtung.
Spanien mit dynamischstem Wachstum
Spanien verzeichnete zuletzt das schnellste Wachstum bei der Zuwanderung. Mit einem Anstieg von rund 700.000 Personen leben dort nun 9,5 Millionen im Ausland geborene Einwohner.
Kleine Länder besonders gefordert
Kleinere Länder wie Luxemburg, Malta und Zypern stehen im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungsgröße vor besonders hohen Herausforderungen. Sie tragen laut Studie oft einen überproportional großen Anteil zur Aufnahme von Geflüchteten bei.
Unterschiedliche Herkunftsländer der Asylbewerber
Die Zusammensetzung der Herkunftsländer von Asylbewerbern variiert stark. Deutschland nimmt vor allem Menschen auf, die vor Konflikten fliehen, etwa aus Syrien und Afghanistan. Spanien hingegen verzeichnet einen hohen Anteil von Zuwanderern aus Lateinamerika. Italien und Frankreich zeigen vielfältigere Muster bei den Herkunftsländern.
