Explosion bei Mineralölpreisen
Der April 2026 brachte einen deutlichen Preisschub für die Hersteller in Deutschland. Um 1,7 Prozent höher lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ein stärkerer Anstieg war zuletzt im Mai 2023 zu verzeichnen. Gegenüber dem Vormonat März kletterten die Preise sogar um 1,2 Prozent.
Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem die explodierenden Preise für Mineralöl. Gestützt durch anhaltende Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten verteuerte sich Heizöl um über 57 Prozent zum Vorjahr, Rohbenzin legte um rund 47 Prozent zu. Auch Kraftstoffe verteuerten sich spürbar.
Vorleistungsgüter teurer
Auch bei Vorleistungsgütern mussten Unternehmen mehr bezahlen. Mit einem Plus von 2,6 Prozent im Jahresvergleich treiben hier vor allem Metalle die Kosten. Insbesondere Edelmetalle verteuerten sich extrem, aber auch Kupfer und Halbzeuge legten kräftig zu. Holz und Holzwaren sowie chemische Grundstoffe verteuerten sich ebenfalls spürbar.
Energiepreise gemischt
Anders sieht es bei Erdgas und Strom aus. Hier sanken die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für Erdgas ging es um 3,1 Prozent nach unten, Strom wurde sogar 4,7 Prozent billiger. Über beide Monate hinweg blieben die Energiepreise aber nach wie vor ein zentraler Faktor.
Verbrauchsgüter werden günstiger
Verbrauchsgüter hingegen sind im Inland deutlich günstiger geworden. Die Preise fielen um 1,0 Prozent im Vergleich zum April 2025. Insbesondere Butter und Schweinefleisch sind billiger geworden. Rindfleisch verteuerte sich hingegen.




