Wachsender Druck auf globalen Märkten
Deutsche Unternehmen beurteilen ihre Wettbewerbsfähigkeit auf Märkten außerhalb der Europäischen Union laut einer Umfrage des Ifo-Instituts zunehmend negativ. Im April gaben 25,2 Prozent der befragten Firmen an, hier an Boden zu verlieren. Auf europäischen Märkten ist der Anteil mit 15,5 Prozent geringer, aber ebenfalls besorgniserregend. „Von einer Trendwende ist bislang nichts zu erkennen“, kommentiert Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, die Ergebnisse.
Branchen leiden unter Nachteilen
Die Sorgen ziehen sich quer durch nahezu alle Wirtschaftszweige. Die Automobilindustrie kämpft besonders hart: Rund 38 Prozent der Unternehmen dort melden eine nachlassende internationale Konkurrenzfähigkeit. Ähnlich düster sind die Aussichten im Maschinenbau (31,8 Prozent), bei der Metallerzeugung und -bearbeitung (38,3 Prozent) sowie bei Herstellern von Metallerzeugnissen (34,5 Prozent). Hier sehen viele Firmen deutliche Wettbewerbsnachteile.
Chemiebranche mit kleinem Hoffnungsschimmer
Einzige Ausnahme bildet die chemische Industrie. Innerhalb Europas konnte sich die Einschätzung der eigenen Wettbewerbsposition hier zumindest leicht verbessern. Außerhalb der EU hat sich die Lage jedoch auch hier weiter verschlechtert. Die Warnung von Wohlrabe ist deutlich: „Deutschland droht im internationalen Wettbewerb weiter zurückzufallen. Um gegenzusteuern, sind Reformen unabdingbar.“



