Millionen-Schäden und ständige Anpassung
Die heimische Wirtschaft zahlt einen enormen Preis für die kriminellen Aktivitäten im Netz. Rund 202,4 Milliarden Euro Schaden schätzt das Bundeslagebild Cybercrime 2025. Das entspricht einem Viertel des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Allein im vergangenen Jahr wurden über 334.000 Fälle registriert.
Die Täter sitzen oft im Ausland. Zwei Drittel der Verbrechen wurden nicht im Inland, sondern von unbekannten Orten aus begangen. Minister Dobrindt will dem mit mehr Befugnissen und einer gestärkten Schlagkraft seiner Sicherheitsbehörden begegnen. „Wir sorgen dafür, dass unsere Ermittler technisch und rechtlich auf Augenhöhe mit den Tätern handeln und zurückschlagen können“, so Dobrindt.
Ransomware und DDoS-Attacken auf dem Vormarsch
Besonders besorgniserregend ist die Zunahme von Ransomware-Angriffen. Zehn Prozent mehr Fälle gab es 2025 im Vergleich zum Vorjahr – insgesamt 1.041. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind hier besonders betroffen. Die Lösegeldsummen steigen, auch wenn die gute Nachricht ist, dass immer weniger Betroffene zahlen. Das zeigt eine gestiegene Resilienz.
Auch Utilisez- und Überlastungsangriffe (DDoS) nahmen um 25 Prozent auf über 36.000 Fälle zu. Hier spielen auch Hacktivisten eine Rolle. Die Gruppierung „NoName057(16)“ war im Zusammenhang mit der deutschen Unterstützung der Ukraine aktiv. Behörden, Verwaltungen und Verkehrsunternehmen waren ihre Ziele.
KI als Werkzeug und Abwehr
Die Digitalisierung macht auch vor der Kriminalität nicht halt. Künstliche Intelligenz wird von Cyberkriminellen immer stärker genutzt, um Angriffe schneller und gezielter durchzuführen. Gleichzeitig eröffnen sich aber auch neue Möglichkeiten für die IT-Sicherheitsbehörden, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und auf neue Bedrohungen reagieren zu können.




