Einsatzbereitschaft im Fokus
Die Bundesregierung hat im Nationalen Sicherheitsrat die Weichen für eine potenzielle Beteiligung der Marine an einer Sicherungsoperation in der Straße von Hormus gestellt. Ein Minenjagdboot der Deutschen Marine soll künftig im Mittelmeer vorstationiert werden. Ziel ist es, im Falle eines multinationalen Einsatzes zur Sicherung der wichtigen Seestraße schnelle Reaktionsmöglichkeiten zu gewährleisten.
Die Idee hinter der Vorstationierung eines Spezialschiffes zur Suche und Neutralisierung von Seeminen ist klar: Im Falle einer beginningenden Mission soll das Schiff schneller griffbereit sein.
Bedingungen für deutsches Engagement
Für Deutschland sind laut „Spiegel“-Bericht zwei zentrale Voraussetzungen für eine Beteiligung zu erfüllen. Zum einen wird eine tragfähige Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den im Konflikt stehenden Parteien als notwendig erachtet. Zum anderen muss ein klares internationales Mandat für eine breit angelegte Marineoperation verschiedener Staaten vorliegen. Dieses Mandat könnte entweder auf einer UN-Resolution basieren oder durch eine Erweiterung des Auftrags der EU-Mission „Aspides“ erfolgen. Die „Aspides“-Mission konzentriert sich aktuell ausschließlich auf die Sicherung des Schiffsverkehrs im Roten Meer.
Deutschland hat sich im Kreis einer sogenannten „Koalition der Willigen“ grundsätzlich bereit erklärt, zwei Minenjagdboote sowie einen Tender zur Versorgung für eine künftige Mission zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus soll Unterstützung bei der Luftaufklärung geleistet werden. Hierfür soll ein spezielles Sensor-Flugzeug eingesetzt werden, das bereits im Rahmen der Mission „Aspides“ im Einsatz ist.
