Berlin plant Vorbereitung für Sicherungseinsatz

Deutsche Marine rüstet für Hormus-Mission

Deutsche Marine rüstet für Hormus-Mission

Deutsches Kriegsschiff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung bereitet eine Beteiligung der deutschen Marine an einer möglichen Operation zur Sicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus vor. Ein Minenjagdboot soll im Mittelmeer vorstationiert werden, um im Ernstfall schnell einsatzbereit zu sein. Dies sei eine Reaktion auf die sich zuspitzende Lage und eine Bereitschaftserklärung Deutschlands im Rahmen einer internationalen Koalition.

Einsatzbereitschaft im Fokus

Die Bundesregierung hat im Nationalen Sicherheitsrat die Weichen für eine potenzielle Beteiligung der Marine an einer Sicherungsoperation in der Straße von Hormus gestellt. Ein Minenjagdboot der Deutschen Marine soll künftig im Mittelmeer vorstationiert werden. Ziel ist es, im Falle eines multinationalen Einsatzes zur Sicherung der wichtigen Seestraße schnelle Reaktionsmöglichkeiten zu gewährleisten.

Die Idee hinter der Vorstationierung eines Spezialschiffes zur Suche und Neutralisierung von Seeminen ist klar: Im Falle einer beginningenden Mission soll das Schiff schneller griffbereit sein.

Bedingungen für deutsches Engagement

Für Deutschland sind laut „Spiegel“-Bericht zwei zentrale Voraussetzungen für eine Beteiligung zu erfüllen. Zum einen wird eine tragfähige Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den im Konflikt stehenden Parteien als notwendig erachtet. Zum anderen muss ein klares internationales Mandat für eine breit angelegte Marineoperation verschiedener Staaten vorliegen. Dieses Mandat könnte entweder auf einer UN-Resolution basieren oder durch eine Erweiterung des Auftrags der EU-Mission „Aspides“ erfolgen. Die „Aspides“-Mission konzentriert sich aktuell ausschließlich auf die Sicherung des Schiffsverkehrs im Roten Meer.

Deutschland hat sich im Kreis einer sogenannten „Koalition der Willigen“ grundsätzlich bereit erklärt, zwei Minenjagdboote sowie einen Tender zur Versorgung für eine künftige Mission zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus soll Unterstützung bei der Luftaufklärung geleistet werden. Hierfür soll ein spezielles Sensor-Flugzeug eingesetzt werden, das bereits im Rahmen der Mission „Aspides“ im Einsatz ist.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .

[taxopress_relatedposts id="1"]