Der Dax ist am Donnerstag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 23.835 Punkten berechnet, was einem Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Schlussniveau des Vortages entspricht. Diese positive Entwicklung wird maßgeblich von den Erwartungen einer möglichen Zinssenkung in den Vereinigten Staaten getragen, die den Märkten neue Impulse verleihen könnte.
An der Spitze der Kursliste des Dax standen am Morgen Mercedes-Benz, die Porsche-Holding und Volkswagen, die allesamt deutliche Zuwächse verzeichnen konnten. Am Ende des Spektrums rangierten BASF, Airbus und RWE.
Experten deuten auf den jüngsten US-Arbeitsmarktbericht der privaten ADP-Agentur als Hauptgrund für die optimistische Stimmung. „Nach dem schwachen gestrigen US-Arbeitsmarktbericht der privaten ADP-Agentur wird die Wahrscheinlichkeit einer FED-Zinssenkung in der kommenden Woche jetzt mit 98 Prozent gepreist“, erklärte Thomas Altmann von QC Partners. Da der nächste offizielle Arbeitsmarktbericht und die nächste Inflationsrate erst nach der bevorstehenden Zinssitzung veröffentlicht werden, scheint es derzeit kaum Faktoren zu geben, die eine solche Zinssenkung noch verhindern könnten. Altmann fügte hinzu: „Die Aussicht auf fallende Zinsen hat den Aktienindizes zuletzt bereits zu neuer Luft verholfen.“
Trotz der positiven Entwicklung in Deutschland bleibt der Dax im Vergleich zur Wall Street zurück. „Der Dax hinkt der Wall Street dabei weiter hinterher“, so Altmann weiter. Während dem S&P 500 gestern bereits weniger als ein Prozent zu einem neuen Rekordstand fehlte, waren das beim Dax noch fast vier Prozent. Im laufenden zweiten Halbjahr liegt der Dax noch immer im Minus, wohingegen der S&P 500 mit einem Plus von zehn Prozent überzeugen kann.
Auch die europäische Gemeinschaftswährung zeigte am Donnerstagmorgen eine leichte Schwäche: Ein Euro kostete 1,1666 US-Dollar, was bedeutet, dass ein Dollar dementsprechend für 0,8572 Euro zu haben war.
Im Rohstoffbereich stieg der Ölpreis moderat an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent wurde gegen 9 Uhr deutscher Zeit mit 62,91 US-Dollar gehandelt; dies entsprach einem Anstieg von 24 Cent oder 0,4 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des vorherigen Handelstags.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)



