Börse im Plus
Der Dax ist am Montag nach einem bereits positiven Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter ins Plus gewandert. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.275 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag.
Die Anleger warten weiter ab und fokussieren sich auf nur wenige Unternehmen, schätzt Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Die Gesamtgemengelage bleibe unübersichtlich, während die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts zwischen Iran und Israel die Aktienmärkte in Europa stütze.
Konsumklima unter Druck
Unterdessen entfalten die stark gestiegenen Energiepreise ihre Wirkung und strahlen auf das Konsumentenvertrauen in Europa ab. Das zeigte sich zum Wochenstart im GfK-Konsumklima für Mai, das seinen Abwärtstrend erneut beschleunigte.
Siemens und Infineon treiben DAX
Getragen werde der Dax zum Wochenstart insbesondere durch die Aktien des Schwergewichts Siemens. Zusätzlich notierten die Papiere von Infineon aufgrund der sehr optimistischen Stimmung im Halbleitersektor im Plus. Zyklische Titel wie Adidas, BASF und die Autoaktien seien ebenfalls gefragt.
Bei geringen Umsätzen greifen Anleger bei den Unternehmen zu, die von einer Beruhigung im Nahen Osten direkt profitieren würden. Ob es jedoch zu einer Einigung kommen wird und ob der Iran in der aktuellen Situation überhaupt beschlussfähig ist, bleibe vollkommen offen.
US-Berichtssaison im Fokus
Im weiteren Handelsverlauf werden noch einige Unternehmensergebnisse aus den USA erwartet. Die verkürzte Handelswoche stellt den Höhepunkt in der aktuellen Berichtssaison dar. US-Schwergewichte wie Microsoft, Apple, Amazon und Alphabet, sowie über 200 europäische Unternehmen, werden ihre Quartalsberichte präsentieren.
Euro und Rohstoffe im Überblick
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1742 US-Dollar. Der Goldpreis ließ leicht nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.706 US-Dollar gezahlt (-0,1 Prozent). Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 107,60 US-Dollar, das waren 2,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

