Schwung an der Börse
Der Dax stieg am Dienstagmittag auf 24.255 Punkte und übertraf damit das Niveau vom Vortagnachmittag um 1,1 Prozent. Die Anleger setzten damit ihren Erholungskurs fort.
Unicredit-Offerte für Commerzbank
Im Blickpunkt stand das Übernahmeangebot der italienischen Großbank Unicredit für die Commerzbank. Wie bereits im März angekündigt, bietet Unicredit den Commerzbank-Aktionären 0,485 eigene Aktien pro Wertpapier des deutschen Instituts an. Aktionäre können bis zum 16. Juni auf das Angebot eingehen, eine Verlängerung bis Anfang Juli ist möglich.
Aktuell entspricht das Angebot 32,75 Euro pro Commerzbank-Aktie, die am Dienstagmittag jedoch für 35,20 Euro gehandelt wurde.
Rheinmetall treibt an, Fresenius enttäuscht
Die vorläufigen Quartalszahlen des Rüstungskonzerns Rheinmetall beflügelten den Kurs und platzierten das Unternehmen an der Spitze der Gewinnerliste im Dax. Bei Fresenius Medical Care wurden die Ergebnisse hingegen mit Enttäuschung aufgenommen.
Globale Märkte und Ölpreise
Internationale Handelsplätze wurden unter anderem von den Zahlen der HSBC geprägt. „Insgesamt setzen die Investoren weiterhin auf die guten Ergebnisse als Stütze für den Aktienmarkt und fokussieren sich so weniger auf die Meldungen aus dem Nahen Osten“, kommentierte ein Händler. Die Nachricht, dass ein Containerschiff der Reederei Maersk die Straße von Hormus unbeschadet passierte, gab dem Dax zu Handelsbeginn zusätzlichen Auftrieb.
In London suchte der FTSE 100 nach dem gestrigen Bankfeiertag nach seinem neuen Kursniveau. Die Entwicklungen im Nahen Osten und die daraus resultierenden höheren Rohölpreise belasteten die Aktienkurse. Die HSBC-Aktien standen ebenfalls unter Druck, da die Quartalszahlen zwar solide ausfielen, aber keine Überraschungen brachten. Gewinnmitnahmen prägten das Bild, während Energiekonzerne wie Shell und BP dagegen hielten.
Ölpreis sinkt, Euro legt zu
Der Ölpreis verzeichnete am Dienstagnachmittag einen deutlichen Rückgang. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 112,90 US-Dollar, ein Minus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vortag.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich stärker und kostete 1,1694 US-Dollar.



