Iran-Waffenruhe mit Skepsis aufgenommen

DAX bleibt im Minus – Anleger zögern vor Berichtssaison

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex DAX hat am Mittwoch nach einem zunächst freundlichen Start den Rückwärtsgang eingelegt und sich bis zum Mittag im negativen Terrain bewegt. Spekulationen um die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten und die anstehende Berichtssaison lassen Investoren vorsichtig agieren. Das Handelsvolumen bleibt rückläufig.

Skepsis trotz Waffenruhe

Der Handel in Frankfurt zeigte sich am Mittwochmittag verhalten. Der DAX kämpfte mit leichten Verlusten und notierte gegen 12:30 Uhr bei rund 24.215 Punkten, ein Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste konnten sich Infineon, Brenntag und RWE behaupten, während die Deutsche Telekom und die Commerzbank zu den Verlierern zählten.

Die jüngste Nachricht über eine Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Konflikt stieß bei den Marktteilnehmern auf deutliche Skepsis. „Die Anleger in Frankfurt nehmen die Nachricht über eine Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Krieg mit viel Skepsis und Vorbehalten auf“, erklärte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Die Lage im Nahen Osten bleibe dadurch komplizierter, so Lipkow. Unklar sei, wer auf iranischer Seite nachhaltig verhandeln könne und ob Ergebnisse auch umgesetzt würden.

Fokus auf Unternehmenszahlen

Vor diesem Hintergrund rückt die laufende Berichtssaison stärker in den Fokus der Investoren. Sie erhoffen sich von den Quartalszahlen Indizien zur aktuellen wirtschaftlichen Verfassung einzelner Sektoren. Die Nachricht, dass der US-Flugzeughersteller Boeing die Markterwartungen bei den Auslieferungen nicht erfüllen konnte, dämpfte die Stimmung. An diesem Abend werden die Zahlen von Tesla erwartet, was die Vorsicht am Markt weiter erhöht.

Dieses abwartende Sentiment spiegele sich im DAX durch ein seit mehreren Handelstagen rückläufiges Handelsvolumen wider. „Die Investoren bleiben lieber an den Seitenlinien und fokussieren sich auf die wenigen umsetzbaren Fakten und Informationen“, so der Analyst. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittag etwas stärker und notierte bei 1,1748 US-Dollar. Gleichzeitig stieg der Ölpreis für ein Fass Brent-Rohöl deutlich um 1,3 Prozent auf 99,75 US-Dollar.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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