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Hahn fordert Vergeltung

CSU-Staatsminister Hahn diskutiert Reaktion auf Anschläge in Polen

CSU-Staatsminister Hahn diskutiert Reaktion auf Anschläge in Polen
Foto: Florian Hahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach den jüngsten Anschlägen auf eine Bahnstrecke in Polen bringt Staatsminister Florian Hahn (CSU) eine Debatte über mögliche Vergeltungsmaßnahmen gegen Russland ins Spiel. Hahn sieht Moskau als Urheber der Sabotageakte und fordert eine Neubewertung der europäischen Verteidigungsstrategie.

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Florian Hahn (CSU), hat nach den jüngsten Anschlägen auf eine Bahnstrecke in Polen vorgeschlagen, eigene Vergeltungsmaßnahmen gegen Russland in Erwägung zu ziehen. Für Hahn steht fest, dass Moskau hinter den Anschlägen auf die polnische Schieneninfrastruktur steckt. „Es ist auf jeden Fall ganz klar, denke ich, wo das herkommt“, sagte er dem Nachrichtensender „Welt“ am Rande der Berliner Sicherheitskonferenz.

Hahn betonte weiter: „Denn wer hat tatsächlich ein Interesse daran, die Infrastruktur in Polen zu stören, die natürlich dazu dient und genutzt wird aktuell, um die Ukraine-Unterstützung in die Ukraine auch zu transportieren? Das ist also deswegen völlig klar.“ Er argumentierte, dass Europa sich fragen müsse, ob man diese Art von zunehmender hybrider Kriegsführung weiterhin hinnehmen oder nicht irgendwann selbst „hybrid aktiver werden“ sollte.

Obwohl die Urheberschaft Moskaus nicht bei allen hybriden Angriffen nachweisbar sei, gebe es „signifikante Hinweise darauf, wenn Sie beispielsweise die Cyber-Attacken sehen, wo man nachweisen kann, dass viele aus dem Gebiet der russischen Föderation gestartet werden“, so Hahn. Er fügte hinzu: „Und jetzt sind wir uns, glaube ich, alle einig, dass in Russland wenig geht ohne die Zustimmung des Kremls.“

Hahn schlug vor: „Insofern glaube ich, wäre das beispielsweise eine Überlegung, ob wir in dieser Domain nicht auch selber aktiver werden.“ Er erklärte weiter: „Eines ist eben klar: Dass auch hier gegen diese Bedrohung nur Abschreckung hilft. Und wenn der Gegner weiß, dass man sich Dinge nicht gefallen lässt, sondern im Zweifel auch tatsächlich sich wehrt und nicht nur abwehrt, dann dient das auch der Abschreckung. Und wir brauchen zunehmend Abschreckung, denn die Bedrohung insgesamt wird immer größer.“

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)