Forsa-Umfrage zeigt deutliche Zustimmung

Corona-Regel: Mehrheit der Deutschen will an Telefon-Krankschreibung festhalten

Foto: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Trotz Kritik aus der Politik wollen die meisten Bundesbürger die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung beibehalten. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL zeigt eine klare Mehrheit für die Fortführung der Regelung, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurde.

Große Mehrheit für mobile Krankschreibung

62 Prozent der Deutschen sprechen sich laut der Erhebung für die Beibehaltung der telefonischen Krankschreibung aus. Nur 35 Prozent plädieren für eine Abschaffung. Die Regelung, die es ermöglicht, sich nach einem kurzen Telefonat mit dem Arzt krankschreiben zu lassen, scheint besonders bei jüngeren Bevölkerungsgruppen Anklang zu finden.

Bei den 18- bis 29-Jährigen beträgt die Zustimmung 85 Prozent. Auch die 30- bis 44-Jährigen befürworten die Regelung noch deutlich mit 66 Prozent. Bei den über 60-Jährigen ist die Zustimmung mit knapp jedem Zweiten geringer.

Spaltung unter Berufsgruppen

Auch bei der sozialen Herkunft zeigen sich Unterschiede. Während 69 Prozent der abhängig Beschäftigten die telefonische Krankschreibung unterstützen, befürwortet unter den Selbstständigen nur noch eine knappe Mehrheit von 55 Prozent deren Fortsetzung.

Politisch zeichnet sich ein klares Bild ab. Die Anhänger der Linkspartei stehen nahezu geschlossen hinter der Regelung. Klare Mehrheiten finden sich auch bei Wählern von Grünen und SPD. Die Union ist gespalten, während die AfD-Anhänger mehrheitlich gegen die telefonische Krankschreibung sind.