Linnemann lobt Entlastungsplan
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat sich hinter einen Vorschlag zur tiefgreifenden Reform der Einkommensteuer gestellt. Er bezeichnete das Konzept, das von den Finanzpolitikern Yannick Bury (CDU) und Florian Dorn (CSU) vorgelegt wurde, als „Durchbruch in der aktuellen Steuerdebatte“. „Sie wäre genau das richtige Signal, dass sich in Deutschland etwas zum Guten bewegt“, sagte Linnemann der „Bild“.
Spitzensteuersatz später, Soli weg
Kern des Plans ist die Anhebung der Grenze für den Spitzensteuersatz von 42 Prozent auf 85.000 Euro Bruttojahreseinkommen. Zugleich soll der Solidaritätszuschlag komplett abgeschafft und die sogenannte Reichensteuer von 45 auf 47,5 Prozent erhöht werden. Die finanzielle Entlastung für Bürger und Unternehmen wird auf 25 bis 30 Milliarden Euro geschätzt.
Wachstum durch Subventionsabbau
Linnemann betonte, die Finanzierung der Entlastung sei durch einen „mutigen Subventionsabbau“ gesichert. Dies werde in der derzeitigen rezessiven Phase „neues Wachstum und neue Zuversicht“ nach Deutschland bringen. Zugleich würden Arbeitnehmer, der Mittelstand und das Handwerk entlastet.
Appell an SPD-Minister
Der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler äußerte sich ebenfalls positiv und nannte den Vorschlag eine „sehr gute Grundlage“ für Gespräche mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Die Sicherung des steuerfreien Existenzminimums allein werde der Wirtschaft zweistellige Milliardenbeträge bringen. Güntzler forderte Klingbeil auf, sein eigenes Steuerkonzept vorzulegen, damit „wir endlich zusammen eine Steuerreform vorlegen können“. Ziel sei es, Arbeitnehmer und Unternehmen „spürbar zu entlasten“.
