Millionen Handys schrillen zeitgleich

Bundesweiter Warntag: Deutschland im Ausnahmezustand – zumindest für ein paar Minuten

Probealarm auf einer digitalen Werbetafel am 11.09.2025.

Foto: Foto: dts Nachrichtenagentur

Am Donnerstagvormittag (11. September 2025) ging plötzlich nichts mehr: Millionen Smartphones schrillten gleichzeitig, Sirenen heulten, digitale Werbetafeln blinkten Warnmeldungen. Grund war der bundesweite Warntag, ein groß angelegter Probealarm von Bund, Ländern und Kommunen.

Punkt 11 Uhr schickte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) den Testalarm auf alle Kanäle – per Cell Broadcast direkt auf Handys, über Warn-Apps wie NINA, per Lautsprecherwagen und Sirenen.

Handyalarm ja – im TV blieb’s still

Was auffiel: Viele Fernsehsender ignorierten den Alarm. Statt der gewünschten Laufbänder blieben die Bildschirme leer – dabei hatte das BBK genau das gefordert.

Die Verantwortlichen wollen, dass im Ernstfall alle Kanäle gleichzeitig warnen. Doch auch 2025 zeigte sich: Noch läuft nicht alles rund.

2020 Pannen, jetzt Routine

Der bundesweite Warntag wurde 2020 eingeführt – und startete mit einem Desaster: Das System war überlastet, Millionen Warnungen kamen gar nicht an. 2021 fiel der Test ganz aus, um die Technik zu überarbeiten.

Seit 2022 läuft die Übung wieder regelmäßig – immer am zweiten Donnerstag im September. Dieses Jahr offenbar ohne größere technische Probleme.

Nächster Warntag schon geplant

Nach dem Test ist vor dem Test: Der nächste bundesweite Warntag ist bereits terminiert – am 10. September 2026 soll es wieder gleichzeitig auf Millionen Handys klingeln und auf Sirenen heulen.

Bildunterschrift:
Probealarm auf einer digitalen Werbetafel am 11.09.2025. Foto: dts Nachrichtenagentur