Verunsicherung an der Wall Street
Am Dienstagabend schlossen die US-Börsen mit deutlichen Abgaben. Der Dow Jones verlor 0,6 Prozent und pendelte bei 49.149 Zählern. Auch der breiter gefasste S&P 500 gab 0,6 Prozent nach und schloss bei rund 7.064 Punkten. Die Technologiebörse Nasdaq zeigte sich mit einem Minus von 0,4 Prozent beim Nasdaq 100, der bei 26.479 Punkten notierte, ebenfalls schwächer.
Die Nervosität an den Märkten schürten Berichte über eine angebliche Aussetzung der Friedensgespräche mit dem Iran durch die US-Regierung. Gleichzeitig richtete sich das Augenmerk der Investoren auf die Anhörung von Kevin Warsh, Kandidat für den Vorsitz der US-Notenbank Federal Reserve.
Fed-Unabhängigkeit auf dem Prüfstand
Warsh betonte in seiner Anhörung vehement, keine „Handpuppe“ von Präsident Donald Trump zu sein. Dem Vorwurf der demokratischen Senatorin Elisabeth Warren widersprach er mit Nachdruck und hob die „essenzielle“ Bedeutung der Unabhängigkeit der Zentralbank hervor. Dennoch bleibt die Entscheidung des republikanischen Senators Thom Tillis entscheidend für Warshs Nominierung. Tillis kündigte an, Warshs Ernennung erst dann zuzustimmen, wenn die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen den aktuellen Fed-Chef eingestellt seien, da diese die Unabhängigkeit der Fed gefährdeten.
Euro und Gold im Sinkflug, Ölpreis steigt
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich ebenfalls schwächer. Am Dienstagabend kostete ein Euro 1,1748 US-Dollar. Der Goldpreis erfuhr einen deutlichen Rückgang; eine Feinunze wurde für 4.703 US-Dollar gehandelt, was einem Minus von 2,4 Prozent entspricht. Dies entspricht 128,71 Euro pro Gramm. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Ölpreis einen starken Anstieg. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich bis zum späten Dienstagabend um 5,4 Prozent auf 100,70 US-Dollar.
