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Gehaltsreport Bau und Energie 2026

Bau und Energie: Baden-Württemberg führt Gehaltsvergleich mit 62.600 Euro an

Fachkräfte in der Bau- und Energiewirtschaft verdienen in Baden-Württemberg durchschnittlich 62.600 Euro und damit mehr als in allen anderen Bundesländern. Dennoch bleibt die Wechselbereitschaft hoch.

Bau und Energie: Baden-Württemberg führt Gehaltsvergleich mit 62.600 Euro an
Die Pressegrafik zum Hays-Gehaltsreport 2026 fasst zentrale Ergebnisse zur Vergütung und Wechselbereitschaft in der Bau- und Energiewirtschaft zusammen.
Hays AG

Baden-Württemberg liegt im regionalen Gehaltsvergleich vorn

Fachkräfte aus der Bau- und Energiewirtschaft verdienen in Baden-Württemberg im Durchschnitt 62.600 Euro brutto pro Jahr. Damit liegt der Südwesten im regionalen Vergleich vor Bayern mit 61.900 Euro und Hamburg mit 60.700 Euro. Das geht aus dem Gehaltsreport Bau und Energie 2026 des Personaldienstleisters Hays hervor.

Die Zahlen beziehen sich ausdrücklich auf Fach- und Führungskräfte in der Bau- und Energiewirtschaft und nicht auf den gesamten Arbeitsmarkt. Für die Untersuchung wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 1.160 Beschäftigte aus beiden Branchen befragt. Der Report betrachtet neben der Vergütung auch Wechselbereitschaft, Zusatzleistungen und Gehaltstransparenz.

Energiewirtschaft zahlt mehr als das Baugewerbe

Zwischen den beiden untersuchten Branchen zeigen sich deutliche Unterschiede. Fachkräfte in der Energiewirtschaft kommen laut Hays auf ein durchschnittliches Jahresgehalt von 62.000 Euro. Im Baugewerbe liegt der entsprechende Wert bei 53.600 Euro.

Auch bei den Führungskräften liegt die Energiewirtschaft vorn. Dort werden im Mittel 80.000 Euro erreicht, während Hays für Führungskräfte im Baugewerbe durchschnittlich 67.200 Euro ausweist.

Projektleitung gehört zu den bestbezahlten Positionen

Die konkrete Tätigkeit hat großen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. Projektleitende erzielen unter den Fachkräften im Durchschnitt 71.900 Euro pro Jahr. Bauleitende folgen mit 67.900 Euro. Für Architektinnen und Architekten nennt die Erhebung rund 58.500 Euro.

Deutlich geringer fällt das durchschnittliche Einkommen in Montage- und Serviceberufen aus. Fachkräfte in der Montage sowie Servicetechnikerinnen und Servicetechniker kommen demnach auf etwa 45.000 Euro jährlich.

Bei Führungskräften steigen die Werte mit dem Verantwortungsbereich. Teamleitungen erreichen durchschnittlich 63.700 Euro, Abteilungsleitungen 70.900 Euro und Bereichsleitungen 99.500 Euro. Leitungen von Standorten oder Niederlassungen liegen laut Report bei durchschnittlich 85.300 Euro.

Unternehmensgröße und Abschluss beeinflussen das Einkommen

Neben Branche und Position spielt die Größe des Arbeitgebers eine wichtige Rolle. Fachkräfte in Großunternehmen verdienen der Untersuchung zufolge durchschnittlich 62.400 Euro. In kleinen Betrieben liegt der Vergleichswert bei 50.700 Euro.

Auch die Qualifikation wirkt sich auf das Einkommen aus. Beschäftigte mit klassischer Berufsausbildung kommen im Mittel auf 46.500 Euro. Mit Meister- oder Technikerabschluss sind es 56.100 Euro. Für Fachkräfte mit Bachelorabschluss nennt Hays 59.100 Euro, bei einem Masterabschluss 65.100 Euro.

Hohe Gehälter verhindern Jobwechsel nicht

Die Erhebung zeigt zugleich, dass eine höhere Vergütung Beschäftigte nicht dauerhaft an ihren Arbeitgeber bindet. 61 Prozent der befragten Fachkräfte würden für ein besseres Gehalt wechseln. In der Projektleitung erreicht die Wechselbereitschaft laut Report bis zu 84 Prozent. Bei Führungskräften liegt sie im Durchschnitt bei 67 Prozent.

Selbst unter den Fachkräften, die ihr Einkommen positiv bewerten, können sich rund 40 Prozent einen Wechsel für ein höheres Gehalt vorstellen. Für Unternehmen in Baden-Württemberg bedeutet das: Ein im Bundesvergleich hohes Gehaltsniveau allein reicht nicht zwingend aus, um qualifizierte Beschäftigte langfristig zu halten.

Viele Beschäftigte wünschen sich mehr Transparenz

Mehr als jede zweite Fachkraft wünscht sich transparente Gehaltsstrukturen. 27 Prozent bewerten die bestehenden Entgeltstrukturen in ihrem Unternehmen dagegen als wenig oder gar nicht transparent.

Zusatzleistungen sind bereits weit verbreitet. 94 Prozent der erfassten Unternehmen bieten Benefits an. Am häufigsten genannt werden Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie eine betriebliche Altersvorsorge. Variable Gehaltsbestandteile können insbesondere in größeren Unternehmen zusätzlich ins Gewicht fallen.

Die Untersuchung weist außerdem auf fortbestehende Unterschiede zwischen den Geschlechtern hin. Bei Fachkräften mit Ausbildung beziehungsweise Masterabschluss beträgt der ermittelte Abstand neun beziehungsweise elf Prozent.

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