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Hinweise zum Welt-Alzheimertag

Alzheimer früh erkennen: Diese Warnzeichen sollten ärztlich abgeklärt werden

Nicht jede Vergesslichkeit ist Alzheimer. Das Universitätsklinikum Freiburg erklärt, welche Veränderungen ärztlich abgeklärt werden sollten und warum eine frühe Diagnose für neue Therapien entscheidend ist.

Alzheimer früh erkennen: Diese Warnzeichen sollten ärztlich abgeklärt werden
Das Neurozentrum des Universitätsklinikums Freiburg. Die dortige Klinik für Neurologie informiert zum Welt-Alzheimertag über Warnzeichen, Prävention und neue Behandlungsoptionen.
(c) Universitätsklinikum Freiburg/Britt Schilling

Wenn Vergesslichkeit den Alltag beeinträchtigt

Nicht jede Erinnerungslücke ist ein Anzeichen für Alzheimer. Nach Angaben des Universitätsklinikums Freiburg sollte die Ursache jedoch ärztlich abgeklärt werden, wenn vertraute Abläufe nicht mehr funktionieren, die Orientierung schwerfällt oder Angehörige deutliche Veränderungen bemerken. Entscheidend ist, ob die Veränderungen den Alltag beeinträchtigen.

Die Klinik für Neurologie und Neurophysiologie macht anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September darauf aufmerksam, dass eine frühe Diagnose an Bedeutung gewonnen hat. Neue Behandlungsverfahren kommen nur für ausgewählte Betroffene in einem frühen Krankheitsstadium infrage.

Bewegung und soziale Aktivität können die Gehirngesundheit unterstützen

Eine Alzheimer-Erkrankung lässt sich nicht sicher verhindern. Es gibt jedoch beeinflussbare Faktoren, die mit einem geringeren Erkrankungsrisiko zusammenhängen. Das Universitätsklinikum nennt regelmäßige Bewegung, geistige und soziale Aktivität, ausreichend Schlaf, Nichtrauchen sowie die Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes.

Wie stark eine einzelne Person ihr persönliches Risiko damit senken kann, lässt sich nicht genau vorhersagen. Die Empfehlungen ersetzen deshalb weder eine Diagnose noch eine ärztliche Beratung.

Neue Therapien nur für ausgewählte Erkrankte

Am Universitätsklinikum Freiburg stehen seit September 2025 mit Donanemab und Lecanemab erstmals Verfahren zur Verfügung, die das Fortschreiten einer frühen Alzheimer-Erkrankung bei ausgewählten Patientinnen und Patienten verlangsamen können. Eine Heilung ist damit nicht möglich; bereits verlorene Fähigkeiten lassen sich durch diese Therapien nicht wiederherstellen.

Voraussetzungen sind ein frühes Krankheitsstadium sowie eine genaue neurologische und genetische Diagnostik. Wer starke Blutverdünner einnehmen muss, kommt nach Angaben der Klinik für diese Behandlung nicht infrage. Die Medikamente werden im Abstand von zwei Wochen als Infusion gegeben und durch regelmäßige Kontrollen begleitet.

Wo Betroffene in Freiburg Hilfe finden

Für eine fachärztliche Abklärung bietet das Universitätsklinikum Freiburg eine Memory Klinik und Demenz-Ambulanz an. Dort werden Gedächtnisprobleme diagnostisch eingeordnet und mögliche Behandlungsschritte geprüft. Die Klinik rät dazu, Veränderungen ernst zu nehmen, wenn sie über normale Vergesslichkeit hinausgehen und den Alltag merklich beeinflussen.

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