Kampagne gegen Gewalt
„Ich bin immer noch traurig und schockiert über den Tod von Serkan Calar“, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) bei der Vorstellung der Initiative. Der tödliche Angriff auf den Zugbegleiter vor drei Monaten sei Anlass, mit einer klaren Botschaft gegen immer mehr Beleidigungen und Angriffe vorzugehen. Dies gelte auch bei Ticketkontrollen oder Verspätungen.
„Wer eine Uniform trägt, verdient Respekt und Anerkennung“, betonte Schnieder. Bahn-Chefin Evelyn Palla ergänzte: „Respekt ist die Grundlage für Sicherheit. Mit unserer Kampagne setzen wir ein klares Zeichen: Gewalt und Übergriffe haben bei der Bahn keinen Platz.“
Bodycams und Tonaufnahmen
Die Kampagne ist Teil des kürzlich beschlossenen „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“. Nach zwei Monaten zieht die Bahn eine erste positive Bilanz: Rund 2.000 Bodycams sind bereits bundesweit im Einsatz. Bis 2026 sollen alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt, die dies wünschen, eine solche Kamera erhalten.
Um die Schutzwirkung der Bodycams zu erweitern, plant die Bahn im dritten Quartal dieses Jahres, Audioaufzeichnungen zu testen. Erste Pilotprojekte zur Doppelbesetzung im Nahverkehr und eine Aufstockung der Sicherheitskräfte von 4.500 auf 5.000 Personen in den letzten zwölf Monaten sind weitere Maßnahmen, die der Staatskonzern ergreift.



